kalkschulter

Kalkschulter: Symptome, Diagnose, Behandlung

 

Video zur Kalkschulter

Kalkschulter: Das hilft wirklich ✅ Übungen | Behandlung | Lösung

 

Was ist eine Kalkschulter?

Der medizinische Fachbegriff für Kalkschulter lautet Tendinosis calcarea. Abgeleitet aus dem Lateinischen von „Tendo“ (= Sehne) und „calcarea“ (= kalkig) ist die korrekte Übersetzung jedoch „Sehnenverkalkung“.
Für die Kalkschulter gibt es mehrere medizinische Fachbegriffe:

  • Tendinitis calcarea
  • Tendinosis calcarea
  • Tendinopathia calcarea

 

 

Diese Beschwerden äußern sich bei einer Kalkschulter

Kalkablagerungen in der Schulter sind nicht immer schmerzhaft. Wenn allerdings Schmerzen auftreten, dann in der Regel plötzlich. Das kann beim Liegen auf der betroffenen Schulterseite sein oder beim Föhnen der Haare, sprich: Bewegungen über Kopf. Je nach Lage und Größe des Kalkdepots können die Schmerzen vom Oberarm bis in den Unterarm und Nacken ausstrahlen. Manchmal treten auch Schwellungen und Rötungen an der Kalkschulter auf.

Welche Symptome und Beschwerden treten auf?


Im Alltag können Betroffene durch eine Kalkschulter stark eingeschränkt sein. Sie können den Arm nicht mehr abspreizen, auch bestimmte Drehbewegungen sind nicht mehr möglich. In der Folge nehmen viele eine Schonhaltung ein und vermeiden jede Bewegung der linken oder rechten Schulter.
Typische Schmerzen durch Kalkablagerungen in der Schulter:

  • Plötzliches Auftreten im Ruhezustand
  • Verstärkte Schmerzen bei Belastung der Schulter
  • Armdrehungen, z.B. beim An- und Ausziehen
  • Liegen auf der betroffenen Schulterseite
  • Überkopfarbeiten und Überkopf-Sportarten
  • Ruheschmerz
  • Nachtschmerz
  • Schmerzausstrahlung in den Oberarm

 

 

Wie entsteht eine Kalkschulter?

Die Entwicklung von Kalkablagerungen in der Schulter ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. Einige Ärzte vertreten die Theorie: In der linken und rechten Schulter liegt zwischen der Rotatorenmanschette und dem Kappenmuskel jeweils ein Schleimbeutel. Wie eine Art Gewebekissen sorgt er dafür, dass die beiden Muskelschichten reibungslos gleiten und nicht verkleben. Das funktioniert jedoch nur, wenn der Schleimbeutel die flüssige Substanz in seinem Inneren regelmäßig leert und wieder auffüllt. Ist dieser Mechanismus gestört, kann sich die ausgetretene Flüssigkeit in feste Kalziumsalze verwandeln, die zu einem Kalkdepot heranwachsen. Mitunter ist die Entstehung einer Kalkschulter ein langjähriger Prozess.
Andere Mediziner sehen dagegen eine mangelnde Durchblutung der Sehnen als Ursache für die Kalkschulter, speziell der Supraspinatussehne. In der Folge verwandelt sich das elastische Gewebe, das die Sehne ummantelt, in sehr straffen Faserknorpel. Dort lagern sich Kalziumkristalle an, die mit der Zeit zu Kalkdepots verschmelzen.

Die Spezialisten von AktiFlex, die Erfinder der Schulterhilfe, die sich seit über 20 Jahren ausschließlich mit Schultererkrankungen befassen, vertreten eine weitere Theorie: Kalkdepots am Ansatz der Supraspinatussehne entstehen aufgrund eines vorliegenden Impingement-Syndroms. Erst dadurch reduziert sich die Durchblutung im Sehnengewebe, sodass Kalkablagerungen entstehen können.

Wer ist betroffen:

  • Jede Zehnte hat Kalkeinlagerungen in der Schulter. Unter diesen Betroffenen leidet die Hälfte unter Beschwerden der Erkrankung.
  • vorwiegend Frauen
  • im Alter zwischen 30 und 50 Jahren
  • bestimmte Berufsgruppen, z.B. Friseur, Maler, Elektroinstallateure

Ursachen und Risikofaktoren
Mit der Entstehung von Kalkablagerungen werden unterschiedliche Risikofaktoren in Zusammenhang gebracht:

  • verschiedene Sportarten, z.B. Handball, Volleyball, Judo
  • Überlastung der Schulter durch Über-Kopf-Arbeiten

 

 

Die Diagnose einer Kalkschulter

Meist suchen Betroffene erst dann einen Arzt auf, wenn die Schulter bereits wehtut. In der Regel ist es ein Orthopäde, der die Diagnose Kalkschulter stellt. Dafür beginnt er mit der sogenannten Anamnese (= Krankengeschichte): Den Patienten fragt der Mediziner beispielsweise, wo und seit wann die Beschwerden bestehen, ob Ruhe, bestimmte Bewegungen oder Liegen auf der betroffenen Seite die Schulterschmerzen lindern oder verstärken.
Ist die Krankengeschichte erhoben, folgt anschließend die händische Untersuchung, z.B. durch Abtasten der Schulter und je nach Stärke der Schmerzen auch durch Bewegen des Arms. Dadurch gewinnt der Arzt meist erste Hinweise, ob eine Kalkschulter vorliegen könnte. Für eine gesicherte Diagnose dienen bildgebende Verfahren:

  • Ultraschall (= Sonografie): Das schmerzfreie Verfahren macht Kalkablagerungen in der Schulter sehr gut sichtbar.
  • Röntgen: Röntgenbilder des Schultergelenks können Kalkdepots im Gewebe deutlich abbilden.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Das bildgebende Verfahren kann eingesetzt werden, um Begleiterkrankungen auszuschließen, z.B. Arthrose oder einen Sehnenriss. Für die Sichtbarkeit von Kalkdepots ist die Methode jedoch eher ungeeignet.

Wie erfolgt die Diagnose der Kalkschulter?

 

 

Was hilft bei einer Kalkschulter?

Je nach Krankheitsphase gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Beschwerden zu behandeln und zu lindern: Behandlung ohne OP

Für jeden die richtige Kalkschulterbehandlung:

  • Entzündungshemmende Schmerzmittel aus der Apotheke: Freiverkäufliche Medikamente mit Ibuprofen, Paracetamol, Diclofenac und Metamizol wirken bei leichteren und mittleren Schmerzen in der Schulter. Bei sehr heftigen Schmerzen verordnet der Arzt möglicherweise und vorübergehend ein stark wirkendes Opioid.
  • Kälte: Je nach Stadium der Erkrankung können Kälteanwendungen die Schulterschmerzen der Kalkschulter reduzieren. Dafür eignen sich spezielle Kühlpacks.
  • Schonen: Besonders in der schmerzhaften Akutphase sollte das Schultergelenk geschont und entlastet werden, z.B. mithilfe einer Armschlinge oder Schulterorthese.
  • Kortison: Kortison ist ein klassischer Entzündungshemmer, den Orthopäden zum behandeln direkt ins Schultergelenk spritzen können.
  • Physiotherapie der Schulter: Ist die akute Schmerzphase der Kalkschulter abgeklungen, verordnen Ärzte häufig Krankengymnastik zum zielgerichteten behandeln der Schulter.
  • Ernährung: Bei Entzündungen empfehlen Ernährungsexperten eine ausgewogene Ernährung. Schweinefleisch ist tabu, Alkohol, Kaffee, Eier und Butter sollen nur in Maßen verzehrt werden. Dafür schreiben sie verschiedenen Kräutern eine antientzündliche Wirkung zu. Dazu zählen beispielsweise Brennnessel, Kurkuma und Rosmarin.
  • Schulter-Arm-Training: Für Betroffene kann ein regelmäßiges Trainieren bei einer Kalkschulter hilfreich sein. Durch die Ausführung gezielter Übungen wird die Beweglichkeit der Schulter gefördert und einem Versteifen des Schultergelenks vorgebeugt. Als besonders wirksam hat sich das regelmäßige Trainieren in den eigenen vier Wänden erwiesen, z.B. mit der Schulterhilfe. Dadurch wird die Beweglichkeit gefördert, gleichzeitig kann zwischen Schulterdach und Oberarmkopf wieder mehr Platz entstehen. Die Reibung zwischen den Knochen kann so gemindert werden, Weichteile (Supraspinatussehne, Schleimbeutel) können abheilen. Nach Abklingen der Schulterschmerzen kann das Training in reduzierter Form einer erneuten Erkrankung hilfreich entgegenwirken. Wichtig: Niemals mit Schmerzen üben!

Schultertraining mit der Schulterhilfe gegen eine Kalkschulter

Minimalinvasive Verfahren, Operation der Kalkschulter

Wenn die Beschwerden trotz oben genannter Maßnahmen weiterbestehen, können Ärzte die Kalkablagerungen mit folgenden Methoden aus dem Schultergelenk entfernen:

  • Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT): Bei diesem Verfahren zertrümmert der Orthopäde die Kalkablagerungen mit kurzen heftigen Schallwellen. Die kleinen Kalktrümmer sollen anschließend durch körpereigene Prozesse abgebaut werden.
  • Kalkschulterneedling: Eine weitere Behandlungsmethode ist das röntgen- oder ultraschallgestützte Needling (= Nadellavage) der Kalkdepots. Dabei zerstößt der Arzt die Kalkherde mit einer speziellen Nadel, die er in das Schultergelenk einführt. Beim ultraschallgesteuerten Kalkneedling werden die zertrümmerten Kalkteilchen anschließend mithilfe eines Lokalbetäubungsmittels ausgespült, beim klassischen Needling unter Röntgenkontrolle hingegen nicht.
  • Schulterarthroskopie: Bei dem minimal-invasiven Verfahren führt der Arzt eine Kamera in das Schultergelenk ein, um den Kalkknoten zu sichten. Anschließend entfernt er diesen mit scharfen Löffeln und spült noch übriggebliebene Kalkteilchen aus dem Gewebe heraus.
  • Offene Operation: Nur selten werden Kalkablagerungen durch eine offene Operation entfernt. Im Gegensatz zur Schlüsseltechnik ist der Eingriff mit einem größeren Hautschnitt verbunden, zudem werden Fett- und Muskelschichten zertrennt.


Erfahrungen & Bewertungen zu AktiFlex Produkte KG