Thomas Duttine

Warum Sie diese Übung bei Schulterschmerzen meiden sollten

Veröffentlicht von Thomas Duttine am Samstag, 09 Dezember 2017 in Schultererkrankungen

Viele Übungen sind gut bei Schulterschmerzen, wenn die passenden Hilfsmittel wie die Schulterhilfe verwendet werden. Doch heute geht es einmal darum, welche Übungen Sie bei einer erkrankten Schulter oder sogar bei einer Entzündung, beispielsweise bei einer Schleimbeutelentzündung, keinesfalls ausführen sollten.

Keine geeignete Übung bei Schulterschmerzen: Theraband mit den Armen seitlich hochziehen

Mit dem Theraband können Sie Körperpartien stärken, doch keinesfalls ist es geeignet, um damit Übungen bei einer erkrankten Schulter zu machen. Dies bedeutet, dass Sie keine Übungen ausführen sollten, bei denen Sie das Theraband beispielsweise unter den Füßen oder irgendwo anders fixieren und es mit den Armen seitlich hochziehen. Dies ist keine Übung, mit der die Erkrankung der Schulter verbessert werden kann. Ganz im Gegenteil: Sie kann dadurch drastisch verschlechtert werden und die Schulter-Problematik wahrscheinlich verschlimmern, sodass die Schulterschmerzen eher zunehmen werden. Vermeiden Sie daher diese seitliche Anhebebewegung gegen den Widerstand des Gymnastikbands oder ähnlichen Hilfsmitteln unbedingt. Das Gleiche gilt übrigens auch, wenn diese Übung mit einer Hantel in der Hand ausgeführt wird. Dies ist genauso schlimm und schlichtweg falsch, auch wenn solche Ratschläge im Internet gern einmal empfohlen werden.

Warum ist diese Übung bei einer erkrankten Schulter ungeeignet?

Bei der erkrankten Schulter und daraus resultierenden Schulterschmerzen liegen in der Regel ein entzündeter Schleimbeutel und Sehnenansatz vor, das heißt eine Bursitis. Möglich ist auch eine beschädigte Rotatorenmanschette. Wenn Sie in diesem Fall diese seitliche Bewegung gegen den Widerstand machen, den Arm also mit dem Theraband hochheben, dann spannen Sie dabei den Hebemuskel des Arms an, den so genannten Deltamuskel. Gleichzeitig wird der Knochen gegen das Schulterdach gedrückt. Der Muskel hat in diesem Moment so viel Spannung, dass er den Oberarmknochen gegen den Knochen vom Schulterdach drückt. Dazwischen befinden sich die Sehne und der Schleimbeutel. Wenn Sie die gesamte Zeit die Bewegung machen, also den Arm nach oben ziehen, reibt dies jedes Mal die Sehne und den Schleimbeutel und quetscht ihn dabei ein. Die Entzündung kann in diesem Fall natürlich nicht besser werden, sondern schlechter.

Fazit

Vermeiden Sie die Übung mit dem Theraband oder ähnliches unbedingt bei Schulterschmerzen aufgrund verschiedener Erkrankungen. Sie riskieren dadurch, dass sich eine chronische Phase entwickelt. Aus dieser chronischen Entzündung und Schwellung ist es schwer, wieder heraus zu kommen. Daher sollten Sie diese Übung unbedingt vermeiden. Verwenden Sie stattdessen die Schulterhilfe. Damit erzielen Sie eine Ausgangssituation, in der die Schulter Schutz hat und nur Bewegungen gemacht werden, die keinen Reiz unter dem Schulterdach auslösen und somit die Erkrankung der Schulter nur noch verschlimmern statt zu verbessern.

Foto: Fotolia.com - ©sabine hürdler

Kommentare

A-Hörnchen Freitag, 19. Januar 2018

Herzlichen Dank für diesen Hinweis! Gilt das auch für einen Theraband-Zug SCHRÄG nach vorne oben, also in ca. 45 ° (wenn man direkt nach vorne und genau zur Seite wie von Ihnen gezeigt als 90° annimmt)? Nach einer FrozenShoulder, die auch nach 6 Jahren nicht ganz "aufgetaut" war, hat man bei mir als Ursache der fortbestehenden Beschwerden eine fortgeschrittene Schulterarthrose festgestellt. Meine Krankengymnastin hat mir unter anderem die oben von mir beschriebene Übung empfohlen.

Thomas Duttine Dienstag, 20. Februar 2018

Auch diese Übung ist kaum besser, als die von uns gezeigte.
Unsere Kunden berichten uns regelmäßig davon, dass genau diese Übungen, für mehr Beschwerden sorgten. Wichtig ist aber natürlich in Bewegung bleiben, aber mit möglichst wenigen Armhebebewegungen. Zum Beispiel mit hängenden Armen pendeln und kreiseln, auch mit einem zusätzlichen Gewicht in den Händen.

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