Nicko Duttine

Studie bestätigt: Viele Schulteroperationen sind häufig überflüssig

Veröffentlicht von Nicko Duttine am Freitag, 22 Dezember 2017 in Schultererkrankungen

Viele Menschen mit Schulterschmerzen landen auf dem Operationstisch. Doch die Schulteroperation ist oftmals überflüssig, wie eine aktuelle Studie, die im Fachmagazin "The Lancet" publiziert wurde, verdeutlicht. Konservative Behandlungen wie Physiotherapie oder Übungen, die zu Hause mit der Schulterhilfe durchgeführt werden, könnten den Betroffenen oftmals viel mehr helfen. Entscheiden Sie sich daher zunächst einmal für konservative Behandlungsmöglichkeiten, statt direkt einer Schulter-OP zuzustimmen. Erst wenn sie ohne Erfolg bleiben, sollte ein operativer Eingriff in Frage kommen.

Durch Kosten zu unnötiger Schulteroperation verführt

Viele Patienten mit Schulterschmerzen kommen trotz häufiger Kritik auf den OP-Tisch. Wenn zum Beispiel der Raum zwischen Schultergelenk und Knochenfortsatz zu eng ist, wird häufig ein minimalinvasiver Eingriff vorgenommen. Bei dieser Schulterblatt-Erweiterung soll Raum geschaffen und der Druck auf die Sehnen genommen werden, um die Schulterschmerzen zu lindern. Doch laut der Studie im Fachmagazin "Lancet" könnte auf viele Eingriffe verzichtet werden, denn zwischen Operation oder Placebo-Eingriff konnten statistisch keine Unterschiede festgestellt werden. Doch das Gesundheitssystem verführt die Mediziner dazu, häufiger eine Schulteroperation vorzunehmen, um vorhandene OP-Kapazitäten zu füllen.

Engpass-Syndrom mit der Schulterhilfe statt mit Schulteroperation behandeln

Das Engpass-Syndrom der Schulter, das auch Impingement genannt wird, können Sie mit einer gezielten Übung beseitigen und zwar mit der Schulterhilfe. Damit können Sie zu Hause ein zielgerichtetes Schulter-Übungsprogramm durchführen. Der Zeitaufwand ist mit zwei bis drei Mal wöchentlich jeweils 15 Minuten gering. Auf diese Weise kräftigen Sie genau den Bereich der Schulter, der für eine Vergrößerung des Gelenkspalts sorgt, sodass Sie eine Schulter-OP umgehen können. Die Schulterhilfe ist eine Anschaffung für das gesamte Leben. Sie ist immer zur Hand, wenn sie benötigt wird und eignet sich für verschiedene Beschwerden und Krankheiten der Schulter, aber auch als Vorbeugung.

Ärzte sollten mehr auf Physiotherapie und gezielte Übungen zu Hause zurückgreifen

Statt auf eine Schulteroperation sollten Ärzte eher auf eine Kombination aus Schmerzmitteln, Physiotherapie und Übungen mit der Schulterhilfe setzen. Konservative Behandlungen würden mindestens bei zwei von drei Patienten helfen, heißt es. Eine Schulter-OP sollte erst nach mehreren Monaten erfolgloser konservativer Therapie in betracht gezogen werden. Dies gilt auch für Schulterschmerzen, die aus anderen Erkrankungen resultieren. Die Schulteroperation ist zum Beispiel angebracht, wenn Verkalkungen zu Veränderungen am Knochen geführt haben. In vielen anderen Fällen hingegen ist sie überflüssig, da sie keine großartigen Erfolge oder Verbesserungen erzielt.

Schulter-OP kritisch hinterfragen

Patienten sollten Schulteroperationen grundsätzlich mehr hinterfragen, statt direkt zuzustimmen. Bedenken Sie, dass mehr Medizin nicht automatisch immer bessere Erfolge erzielt. Wägen Sie daher sorgfältig ab, falls Sie vor der Frage stehen: Schulter-Operation ja oder nein? Denken Sie daran, dass es im Gesundheitssystem oftmals falsche Anreize gibt, die nicht alle Schulter-OP's rechtfertigen. Versuchen Sie stattdessen bei Schulterschmerzen erst einmal konservative Behandlungsmöglichkeiten wie die innovative Schulterhilfe.

Fazit

Wie die Studie nahe legt, kommt es häufiger zu einer Schulteroperation, als es eigentlich notwendig wäre. Der Grund hierfür ist, dass viele Kliniken dadurch ihr Konto aufbessern möchten. Es liegt an Ihnen, ob Sie Ihre Zustimmung für einen operativen Eingriff geben oder erst einmal auf alternative Maßnahmen wie die Schulterhilfe setzen. Treffen Sie die richtige Entscheidung.

Foto: Fotolia.com - ©Kzenon

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