Schulterschmerzen: Häufige Ursachen, Behandlung und Übungen die helfen

Schulterschmerzen sind weit verbreitet, denn hierzulande leidet etwa jeder Zehnte darunter. Die Ursachen sind vielfältig, beispielsweise Entzündungen, Verschleiß, verengte Schulter, Verletzungen oder einseitige Belastungen. Dies führt zu verschiedenen Symptomen wie chronischen Schmerzen, Bewegungsbeeinträchtigung bis hin zur steifen Schulter. Es gibt diverse Möglichkeiten der Behandlung, um die Beschwerden zu lindern oder noch besser vorzubeugen.

Wenn Schulterschmerzen die Lebensqualität beeinträchtigen

Schmerzen in der Schulter können Menschen in jedem Lebensalter und beide Geschlechter betreffen. Die Schulter selber, die aus einer flachen Gelenkpfanne und dem Oberarmkopf besteht, löst die Beschwerden oftmals nicht aus. Sie entstehen meist durch die Weichteile wie:

  • Muskeln
  • Sehnen
  • Bändern
  • Schleimbeutel
  • Gelenkkapsel

Die Gelenkkapsel und Bänder halten den Oberarmkopf in der Pfanne. Die beteiligten Muskeln machen es möglich, dass der Arm im Gelenk rotieren kann. Das Schultergelenk beschreibt die bewegliche Verbindung zwischen dem Schulterblatt und Oberarmknochen. Damit es trotz Beweglichkeit in der passenden Position verbleibt, müssen die Muskeln, Sehnen und Bänder Halt geben. Bei zu starker oder falscher Belastung der Schulter können die Weichteile zu Schaden kommen und Beschwerden verursachen. Sie schränken die Beweglichkeit meistens deutlich ein. Schmerzen können nicht nur im Schultergelenk auftreten, sondern auch in den Nacken, Arm bis in die Finger ausstrahlen.

Treten die Schmerzen plötzlich auf, beispielsweise nach einem Sturz, können sie durch eine Verletzung der Bizepssehne ausgelöst werden. Dieser Schulterschmerz wird als akut bezeichnet. Chronische Schmerzen entwickeln sich über längere Zeit und sind meistens sehr hartnäckig. Ein möglicher Grund ist der Gelenkverschleiß, die Arthrose. Auch andere Erkrankungen kommen infrage wie ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäulenregion, der im Schultergelenk erhebliche Beschwerden verursachen kann. Eine Schultersteife führt zu entzündlichen Begleiterscheinungen. Egal, welche Ursache für die Schulterschmerzen verantwortlich ist, der Alltag wird deutlich beeinträchtigt.

Die häufigsten Ursachen von Schulterschmerzen

  • Schulterimpingement
  • Trauma
  • Überlastung
  • Gelenkverschleiß (Schulterarthrose)
  • Schultersteife (frozen shoulder)
  • Kalkschulter
  • Verspannungen
  • zu schwache Muskeln
  • Fehlstellungen

Schulterschmerzen gehören zu den häufigsten Gelenkbeschwerden, aber die Ursache ist nicht immer einfach zu ermitteln. Die Beschwerden sind oft quälend und belastend, die Lebensqualität erheblich einschränkend und lang anhaltend. Sehr unangenehm sind Nachtschmerzen, denn viele Patienten können bei einer Entzündung des Gelenks oder einer Verletzung oftmals wochenlang nicht auf der kranken Schulter liegen. So ist es für Betroffene schwierig, eine bequeme, halbwegs schmerzfreie Schlafposition zu finden. Schulterschmerzen sollten ernst genommen werden, denn viele Erkrankungen lassen sich im Frühstadium wirksam behandeln, beispielsweise durch:

  • Physiotherapie
  • physikalische Therapie
  • Bewegungsübungen

Erfolgt die Behandlung zu spät, kann es zu bleibenden Einschränkungen kommen und eine Operation notwendig werden. Zur Diagnostik von Krankheiten und Verletzungen kommen neben Röntgen meistens auch Ultraschall oder Kernspin zum Einsatz, denn nur auf diese Weise lassen sich auch die Weichteile darstellen.

Akute oder chronische Schulterschmerzen

Akut

Treten die Schmerzen plötzlich auf, beispielsweise nach einem Sturz auf die Schulter oder durch eine Verletzung beim Sport, kann es beispielsweise zum Riss der Bizepssehne, einer ausgekugelten Schulter oder einem Armbruch kommen. Weitere mögliche Auslöser für akute Schulterschmerzen sind Überlastungen oder Fehlhaltungen. Eine Verrenkung entsteht meistens aufgrund eines Unfalls oder Sturzes. Der Gelenkkopf rutscht hierbei aus der Gelenkpfanne. Akute Beschwerden dauern maximal drei Wochen an. Die Symptome variieren sowohl bei den akuten als auch chronischen Beschwerden je nach Ursache. Akute Beschwerden können mit Schmerzmitteln behandelt werden, die gleichzeitig entzündungshemmend wirken.

Chronisch

Chronische Schmerzen entwickeln sich allmählich über längere Zeit, bestehen mindestens drei Monate und lassen sich schwerer behandeln. Ein möglicher Grund ist der Gelenkverschleiß, die Arthrose. Auch andere Erkrankungen kommen infrage wie ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäulenregion, der im Schultergelenk erhebliche Beschwerden verursachen kann. Eine Schultersteife führt zu einer deutlich eingeschränkten Beweglichkeit des Schultergelenks und verursacht als Begleiterscheinung Entzündungen. Schulterschmerzen entstehen oft unterhalb des Knochens, welcher das Schulterdach bildet. Sie werden Impingement- oder auch Einklemmungs-Syndrom genannt.

Häufige Ursachen für Schulterschmerzen genauer erklärt:

Riss der Rotatorenmanschette, beispielsweise durch das Impingement-Syndrom

Die Rotatorenmanschette, bei der es sich um einen kräftigen Muskelmantel handelt und die Bewegung des Arms ermöglicht, stabilisiert und schützt das Gelenk. Risikofaktoren für einen Rotatorenmanschettenriss sind das Impingement-Syndrom, Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen, die oft altersbedingt sind oder akute schwere Belastungen wie ein Sturz auf den Arm oder intensives Krafttraining. Ist die Sehne spröde, kann ein Riss bereits durch das falsche Abstützen des Arms geschehen. Dadurch kann es zu plötzlichen Schulterschmerzen kommen. Bei größeren Rissen sind sie ziehend oder stechend und können bis in den Unterarm ausstrahlen. Betroffene können oft nicht auf dem Arm liegen. Die Behandlung eines Risses der Schulter kann konservativ operativ erfolgen. Ersteres umfasst beispielsweise:

  • Medikamente
  • Physiotherapie
  • Kälte- oder Wärmebehandlung
  • Ruhigstellung des Gelenks

Bei einem operativen Eingriff kommen die Schulterarthroskopie mittels Kamera und OP-Werkzeugen oder eine offene Rotatorenmanschettenruptur-OP infrage.

Impingement-Syndrom (Engpass-Syndrom)

Beim Impingement-Syndrom (Einklemmung) besteht zwischen dem Oberarmkopf und Schulterdach zu wenig Platz. In der Folge kommt es zur Enge im Schultergelenk. Der Kopf des Oberarmknochens stößt an das Schulterdach und die Sehne im Schultergelenk wird eingeklemmt. Dadurch kommt es häufig zu chronischen Schmerzen im Schultergelenk.

Sie treten insbesondere auf, wenn die Arme seitlich angehoben oder abgespreizt werden. Die heftigen Schmerzen strahlen häufig bis in den Nacken, Arm oder das Handgelenk aus. Zudem ist die Beweglichkeit der Schulter eingeschränkt. Ohne Behandlung kann das Impingement-Syndrom neben einer Entzündung auch zum Riss der Supraspinatus-Sehne führen, denn sie scheuert dauerhaft am Schulterdach. Risikofaktoren für ein Impingement-Syndrom sind:

  1. Überlastung der Schulter, beispielsweise aufgrund von Überkopfarbeiten
  2. Sport wie Volleyball, Handball oder Schwimmen
  3. Formveränderung des Schulterdachs
  4. Kalkschulter
  5. Arthrose
  6. Schleimbeutelentzündungen
  7. Verschleiß von Sehnen und Schleimbeutel

Gelenkabnutzung (Arthrose)

Auch wenn die Arthrose in der Schulter aufgrund der geringeren Belastung weniger verbreitet ist als beispielsweise im Knie oder Hüftgelenk, kann auch das Schultergelenk mit zunehmendem Lebensalter verschleißen. Bei einer Arthrose nutzt sich die Knorpelschicht, die eine reibungslose Beweglichkeit des Gelenks ermöglicht, immer mehr ab. Dadurch kommt es zu Schulterschmerzen, die im Laufe der Jahre aufgrund der Knochenreibung zunehmen. Sie treten meistens im vorderen, oberen Schulterbereich auf, entweder während einer Belastung oder danach. Auf der Schulter zu liegen, ist ebenfalls schmerzhaft. Bewegungseinschränkungen sind eine weitere Folge der Arthrose. Mögliche Auslöser für eine Gelenksabnutzung sind:

  • altersbedingter Verschleiß
  • Rotatorenmanschettenriss
  • rheumatoide Arthritis
  • verschiedene Berufe, bei denen beispielsweise schwer gehoben oder getragen wird
  • Unfälle
  • nicht ausreichend behandelte Krankheit der Schulter

Bei einer Arthrose erfolgt die Behandlung zunächst einmal über konservative Methoden, beispielsweise Orthesen, Kälte- oder Wärmetherapie, Bewegung und elektrische Reize. Im späteren Krankheitsstadium kann eine Schulterarthroskopie erfolgen, um die Beweglichkeit der Gelenke zu verbessern. Wenn alles nichts hilft, ist es möglich, eine Schulterprothese zu implantieren, das heißt, ein künstliches Schultergelenk. Glücklicherweise helfen viele andere Behandlungsmöglichkeiten, sodass eine Prothese selten nötig ist.

Kalkschulter

Bei der Kalkschulter (tendinosis calcarea) lagert sich in den Sehnenansätzen der Rotatorenmanschette Kalk ein, wodurch es zu starken Schmerzen kommt. In den meisten Fällen ist die Supraspinatus-Sehne betroffen. Als Gründe werden eine Minderdurchblutung und Abnutzung vermutet. Durch die Kalkdepots kommt es zu Schulterschmerzen beim Bewegen des Arms, insbesondere über Kopf. Eine Kalkschulter tritt vorwiegend zwischen 30 und 50 Jahren auf. Die Symptome sind ähnlich wie beim Impingement-Syndrom. Die Kalkablagerungen können den Platz unter dem Schulterdach erheblich einengen oder Entzündungen auslösen. Brechen die Kristalle in das Gelenk ein, verschlimmern sich die Beschwerden oft plötzlich.

Schultersteife

Bei der Schultersteife (frozen shoulder) ist die Beweglichkeit der Schulter aufgrund einer geschrumpften Gelenkkapsel schmerzhaft eingeschränkt und gewissermaßen "eingefroren". Daraus resultiert die englische Bezeichnung frozen shoulder. Der Prozess läuft schleichend über verschiedene Phasen ab. Die Schultersteife entwickelt sich oftmals aus einer anderen Erkrankung oder Verletzung der Schulter, beispielsweise:

  • Schultergelenksarthrose
  • Kalkschulter
  • Rotatorenmanschettenriss
  • ausgekugelte Schulter
  • Unfälle
  • Operationen
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen

Zunächst einmal entstehen Schulterschmerzen, die vor allem nachts auftreten. Nach ein paar Wochen oder Monaten lassen sie meist nach und dann ist die Bewegung stark eingeschränkt, vorwiegend, wenn der Arm seitwärts gehoben wird. Dies zwingt Betroffene häufig in eine Schonhaltung. Danach kommt die dritte Phase, in der die Beschwerden von selber abklingen. Die Schultersteife heilt somit zwar in vielen Fällen von selber aus, aber nur sehr langsam. Die drei Phasen dauern jeweils drei bis zwölf Monate an.

Entzündung des Schulterschleimbeutels

Eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) verursacht ebenso Schulterschmerzen. Daneben kommt es zur Einschränkung der Beweglichkeit, Überwärmung und Schwellung der Schulter. Schleimbeutel, bei denen es sich um mit Flüssigkeit gefüllte Gewebepolster handelt, befinden sich in der Nähe eines jeden Gelenks. Sie schützen es vor Druck und Reibung. Der Entzündung der Schulterschleimbeutel geht oft ein Impingement-Syndrom voraus. Zu den möglichen Ursachen gehören:

  • dauerhafte mechanische Reizung, zum Beispiel beim Sport
  • regelmäßige Überkopfarbeiten
  • rheumatoide Arthritis
  • Gicht
  • bakterielle Infektion
  • altersbedingter Verschleiß

Auch das Gegenteil ist möglich: Die entzündungsbedingte Schleimbeutelschwellung kann die Rotatorenmanschette einengen und ein Impingement-Syndrom verursachen. Bei der Behandlung wird meistens zunächst einmal auf konservative Methoden zurückgegriffen, beispielsweise entzündungshemmende Spritzen und Medikamente. Helfen die Maßnahmen nicht, wird oft eine Schulter-OP angewendet und hierbei der Schleimbeutel durch kleine Einschnitte entfernt. Er wächst danach ohne Entzündung rasch wieder nach, denn der Körper kann ihn neu bilden.

Sehnenentzündung

Eine Sehnenentzündung tritt oft durch Überbelastung auf, zum Beispiel durch Sport oder bei einem Bürojob. Anfangs bemerken Betroffene meistens keine typischen Symptome. Schmerzen entstehen erst im späteren Verlauf. Weitere mögliche Beschwerden sind gerötete und geschwollene Bereiche sowie knirschende Geräusche innerhalb der Schulter. Im frühen Stadium helfen verschiedene Maßnahmen wie:

- Kühlung
- Schonung
- entzündungshemmende Medikamente

Ist die Sehnenentzündung weit fortgeschritten, kommt eine OP infrage.

Ausgekugeltes Schultergelenk

Schulterluxation, also ein ausgekugeltes Gelenk, kann durch einen Sturz auf einen ausgestreckten Arm entstehen. Der Oberarmknochen springt dabei aus der Gelenkpfanne. Die ausgerenkte Schulter fördert ebenso Schmerzen und eine Einschränkung der Beweglichkeit. Nachdem sich die Schulter erstmalig auskugelt, können die Bänder und Strukturen der Knochen verletzt werden. In der Folge kann es immer wieder, auch bei geringeren Belastungen, zur Schulterluxation kommen. Bei manchen Menschen sind die Schultergelenke generell instabil.

Schulter-Arm-Syndrom

Beim Schulter-Arm-Syndrom kommt es zu Nacken- und Schulterschmerzen, die in die Arme, Hände und Finger ausstrahlen können. Auch der Kopf lässt sich durch die Schmerzen oftmals nur eingeschränkt bewegen. Es gibt verschiedene Ursachen, beispielsweise:

  • Verspannungen im Nacken, etwa durch Schreibtischarbeit
  • Stress und psychische Belastungen
  • Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule
  • Wirbelfehlbildungen
  • Osteoporose

Wie werden Schulterschmerzen behandelt?

Die Behandlung richtet sich grundsätzlich nach der Ursache. Prinzipiell kommen zwei verschiedene Herangehensweisen infrage: konservative Behandlung oder Operation. Zunächst werden die Schulterschmerzen immer konservativ behandelt. Führen sie nicht zum gewünschten Erfolg, ist eine OP teilweise unumgänglich. Sie sollte jedoch immer die letzte Lösung sein. Es gibt verschiedene Symptome wie Schmerzen unter dem Schulterdach, bei denen ein operativer Eingriff in der Regel nicht erfolgsversprechend ist. Jeder birgt Risiken und kann andere Schulterprobleme verursachen. Operationen sollten deshalb immer gut überlegt werden.

Leichte Schulterschmerzen selber behandeln

Die Wirkstoffe Ibuprofen oder Diclofenac haben eine kühlende und schmerzlindernde Wirkung. Manchmal verabreichen Mediziner Schmerzmittel als Injektion in das Schultergelenk. Bei starken oder länger andauernden Schmerzen sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um die Ursache zu ermitteln und eine ernsthafte Schulterverletzung oder -erkrankung auszuschließen. Je nach Ursache der Schmerzen kommt auch Kortison zum Einsatz, das Entzündungen wirksam eindämmt. Auch bei einer Kalkschulter lassen sich akute Beschwerden mit Schmerzmitteln und teilweise Kortisonspritzen lindern. Bei häufigen und starken Beschwerden kann eine OP in Erwägung gezogen werden, bei der die Kalkablagerungen mittels Arthroskopie entfernt werden.

Beachten Sie:

Die genannten Medikamente wirken rein symptomatisch und beseitigen somit nicht die Ursache der Schulterschmerzen. Zudem können sie eine Magenschleimhautentzündung fördern und sollten deshalb nicht dauerhaft eingenommen werden.

Schulterschmerzen mit Physiotherapie behandeln

Physiotherapeuten arbeiten mit verschiedenen Methoden, um die Schultermuskulatur zu kräftigen und die Schulter wieder beweglich zu machen. Ein wichtiger Bestandteil ist die Bewegungstherapie. Sie ist vor allen dann hilfreich, wenn mangelnde Bewegung, Muskelschwäche, Fehlhaltungen oder eine OP die Schulterschmerzen auslösen. Physiotherapeuten zeigen außerdem Übungen gegen Schulterschmerzen, die Sie zu Hause durchführen können. Der Bereich umfasst zudem physikalische Anwendungen wie:

- Massagen
- Reizstrom
- Wärmebehandlung

Ist aufgrund einer Verletzung ein Riss der Sehne erfolgt, kann dieser durch eine arthroskopische Operation verschlossen und somit die Sehne wieder am Oberarmkopf befestigt werden. Nach Ruhigstellung der Schulter ist es möglich, sie im Anschluss mit der Hilfe von Physiotherapie wieder zu mobilisieren. Auch bei einer Verrenkung erfolgt, wenn der Gelenkkopf wieder in der Pfanne ist und das betroffene Gelenk zwei bis drei Wochen lang ruhig gestellt wurde, zur Mobilisierung eine Physiotherapie. Das Gleiche gilt bei Abnutzung (Arthrose). Im fortgeschrittenen Stadium ist meistens eine arthroskopische Operation notwendig.

Schulterhilfe

Die Schulterhilfe hat sich sowohl bei verschiedenen Beschwerden wie Schmerzen als auch bei Erkrankungen wie dem Impingement-Syndrom gut bewährt. Hierbei handelt es sich um einen Übungsbügel, der den natürlichen Konturen der Arm-und Schulterbereiche entspricht. Bei der Therapie von verschiedenen Beschwerden oder Erkrankungen spielt Bewegung eine wichtige Rolle. Zum einen lassen sich durch eine gezielte Kräftigung bestimmter Muskeln Schulterschmerzen oftmals lindern, zum Beispiel bei Schäden der Rotatorenmanschette. Zudem versteift das Gelenk schneller, wenn Sie die Schulter aufgrund von Schmerzen schonen. Daraus resultiert häufig ein Teufelskreis aus schmerzhafter, eingeschränkter Bewegung und verstärkter Schonung. Frühzeitige Übungen sind daher wichtig. Das Training kann beim Impingement Syndrom dazu führen, dass der Gelenkspalt zwischen dem Oberarmkopf und Schulterdach größer wird.

Guter Tipp:

Die Schulterhilfe ist nicht nur bei der Linderung von Beschwerden sinnvoll, sondern hilft ebenso bei der Vorbeugung, denn hierbei ist Bewegung oftmals ein entscheidender Aspekt. Mit normalem Krafttraining erreichen Sie die wichtigen Muskeln der Schulter, im Gegensatz zur Schulterhilfe, nur sehr schwer.

Achtung: Nicht immer ist eine OP nötig!

Oft wird eine Schulter-Operation als unumgänglich und einzig mögliche Lösung beschrieben und leichtfertig durchgeführt. Das ist falsch, wenn es beispielsweise um einen Eingriff zur Dekompression aufgrund eines Impingement-Syndroms geht. Die Schulterhilfe hat in den vergangenen Jahren schon vielen Patienten eine OP erspart. Betroffene können damit selber zu Hause ihre Schulter trainieren und kräftigen und beim Impingement-Syndrom den Gelenkspalt wieder vergrößern. Dabei wird, anders als bei der OP, die ursprünglich zugrunde liegende Ursache beseitigt, bei der es sich in der Regel um eine muskuläre Dysbalance handelt. Die Wirksamkeit und der therapeutische Nutzen der Schulterhilfe ist erwiesen.

Vorteile der Schulterhilfe im Überblick:

  • Verbesserung von Schulter-, Nacken- und Rückenschmerzen
  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten beispielsweise Impingement, Kalkschulter, Schleimbeutel- oder Bizepssehnenentzündung und frozen shoulder
  • ebenso geeignet bei Ruptur oder Teilruptur der Supraspinatussehne
  • mögliche Vermeidung einer OP
  • Rehabilitation und Mobilisation nach einer Operation
  • deutliche Haltungsverbesserung

Da das Training sehr konzentriert ist und gut wirkt, genügen Übungseinheiten von rund 15 Minuten. Zwei bis drei mal wöchentlich reicht aus. Viele Betroffene verspüren schon nach zwei bis drei Wochen prägnante Besserungen. Nach drei Monaten können Sie einmal in der Woche ein reines Erhaltungstraining absolvieren, um die erreichte Beschwerdeverbesserung zu erhalten.

Wann hilft Kälte und wann Wärme bei Schulterschmerzen?

Kälteanwendungen sind meistens bei akuten Schulterbeschwerden sinnvoll, zum Beispiel aufgrund einer Verletzung oder eines Unfalls. Hilfreich ist sie unter anderem bei Entzündungen und Reizungen. Bei einer akuten Bizepssehnen- oder Schleimbeutelentzündung können Sie die Schulterhilfe anwenden und die betroffenen Stellen nebenbei kühlen, um am schnellsten eine Verbesserung der Beschwerden zu erzielen. Sehr komfortabel und einfach gestaltet sich die Anwendung des Cool-Shirts. Es verfügt über aufgesetzte Taschen, in die Sie kleine Eisgelpads stecken können, um die passenden Areale zu kühlen.

Wärme kann bei chronischen Schmerzen oder verspannungsbedingten Beschwerden als angenehm empfunden werden. Sie fördert die Durchblutung und lockert die Muskeln, beispielsweise in der Form von Fangoauflagen oder Rotlichttherapien.

Welche Übungen helfen bei Schulterschmerzen?

Was gegen die Beschwerden hilft, richtet sich nach der Ursache. Bei Verspannungen können Sie die verhärteten Muskeln durch sanfte Übungen lockern. Bewegen Sie die Schulter, ohne dass sie zu stark beansprucht wird:

Stellen Sie sich zur Aufwärmung hüftbreit auf und schütteln Sie die Arme aus. Ziehen Sie die Schultern hoch und lassen Sie sie wieder fallen. Dies wiederholen Sie so oft, bis sie sich aufgewärmt haben und entspannt anfühlen. Kreisen Sie die Schulten danach vorwärts und rückwärts.

Die Pendelübung ist ebenso sinnvoll: Stützen Sie sich mit der Hand auf einen Tisch. Der Arm der schmerzenden Schulter hängt locker nach unten. Schwingen Sie diesen vor und zurück. Wiederholen Sie die Übung mehrmals am Tag.

Für eine Schulterdehnung ziehen Sie die Schultern nach oben, während Sie mit geradem Rücken sitzen oder stehen. Halten Sie die Spannung fünf bis zehn Sekunden lang. Danach bringen Sie die Schultern wieder nach unten. Wiederholen Sie die Schulterdehnung zehn Mal.

Schon kleine Übungseinheiten helfen dabei, die Muskulatur im Bereich der Schulter zu stärken und aufzulockern. Damit ist es beispielsweise möglich, schmerzhaften Verspannungen vorzubeugen. Je regelmäßiger Sie trainieren, umso besser ist es. Führen Sie die Übungen am besten zwei bis drei Mal pro Woche durch und integrieren Sie die Schulterhilfe in den Übungsalltag.

Zusammenfassung

Die Häufigkeit von Schulterschmerzen hat deutlich zugenommen. Fast jeder Zehnte klagt mittlerweile darüber. Sie entstehen häufig unterhalb des Knochens, der das Schulterdach bildet und werden Impingement- oder Einklemmungs-Syndrom genannt. Auch andere Ursachen wie eine Arthrose oder Schultersteife können die Beschwerden auslösen. Die Behandlung ist stets von der Ursache abhängig. Bei akuten Beschwerden werden oft Schmerzmittel wie Ibuprofen verschrieben, die auch entzündungshemmend wirken. Ergänzend können je nach Auslöser physikalische Maßnahmen eingesetzt werden. Sehr sinnvoll ist die Anwendung der Schulterhilfe für eine Kräftigung der Schulter, Vergrößerung des Zwischenraums im Schulterdach und Beseitigung einer muskulären Dysbalance. Sie kann bei diversen Krankheitsbildern, aber auch zur Vorbeugung, angewendet werden und oftmals eine drohende OP verhindern. Das Coolshirt ist eine gute Ergänzung bei Entzündungen und kann den Erfolg der Schulterhilfe beschleunigen. Bei verspannungsbedingten Schulterschmerzen hilft Wärme.

Letzte Aktualisierung: 26. April 2021

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