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Warum Schulterschmerzen trotz Übungen nicht besser werden

Artikel von Nicko Duttine,
Gründer und Experte von Schulterhilfe.de
in Schulterschmerzen

Viele Menschen mit Schulterschmerzen haben bereits versucht, das Problem selbst zu lösen. Sie machen Übungen aus dem Internet, dehnen regelmäßig oder trainieren sogar im Fitnessstudio. Trotzdem bleiben die Beschwerden bestehen – oder kommen immer wieder zurück.

Das führt oft zu Frustration und zu Fragen wie:

Warum helfen Übungen bei meinen Schulterschmerzen nicht?
Trainiere ich vielleicht falsch?
Oder steckt doch etwas Ernsteres dahinter?

Die gute Nachricht: In vielen Fällen liegt das Problem nicht daran, dass zu wenig trainiert wird, sondern dass die falschen Muskeln trainiert werden.

Warum viele Schulterübungen nicht das eigentliche Problem lösen

Die Schulter ist eines der beweglichsten Gelenke im menschlichen Körper. Damit sie stabil bleibt, arbeiten viele Muskeln zusammen.

Im Alltag werden jedoch vor allem diese Muskeln stark beansprucht:

  • Brustmuskulatur

  • vordere Schultermuskulatur

  • seitliche Schultermuskulatur

Diese Muskeln sind relativ kräftig und übernehmen schnell die Führung bei Bewegungen.

Wenn Trainingsübungen unspezifisch sind, werden oft genau diese Muskeln weiter gestärkt – während die stabilisierenden Muskeln weiterhin zu wenig arbeiten.

Das Ergebnis:
Die muskuläre Balance der Schulter verschiebt sich weiter.

Das eigentliche Problem: fehlende Stabilität im Schultergelenk

Viele Schulterprobleme entstehen nicht durch mangelnde Kraft, sondern durch mangelnde Stabilität.

Besonders wichtig für die Stabilität sind die sogenannten Außenrotatoren der Schulter, vor allem:

  • Infraspinatus

  • Teres Minor

Diese Muskeln haben eine entscheidende Aufgabe: Sie halten den Oberarm zentriert im Schultergelenk.

Sind sie zu schwach, übernehmen stärkere Muskeln die Kontrolle über die Bewegung.

Was dann im Schultergelenk passiert

Wenn dominante Muskeln wie Brust, vordere Schulter oder seitliche Schulter zu stark werden, ziehen sie den Oberarm zunehmend nach vorne und oben.

Man kann sich das wie ein leichtes Hochrutschen des Oberarms im Gelenk vorstellen.

Der Platz im Schultergelenk wird dadurch enger. Strukturen wie:

  • der Schleimbeutel

  • die Sehnen der Rotatorenmanschette

  • besonders die Supraspinatussehne

geraten bei Bewegungen unter Druck.

Genau dieser Mechanismus ist eine der häufigsten Ursachen für das Impingement-Syndrom der Schulter.

Viele Menschen trainieren also weiter – verstärken dabei aber ungewollt genau die Muskeln, die das Problem verursachen.

Warum falsche Übungen Schulterschmerzen sogar verstärken können

Typische Schulterübungen aus Fitnessprogrammen konzentrieren sich häufig auf:

  • Schulterdrücken

  • Seitheben

  • Brusttraining

  • allgemeines Krafttraining

Diese Übungen können sinnvoll sein – aber nur, wenn die stabilisierenden Muskeln ausreichend aktiv sind.

Fehlt diese Stabilität, verstärken solche Übungen oft die Dominanz der großen Muskelgruppen. Die Folge kann sein, dass die mechanische Enge im Schultergelenk weiter zunimmt.

Auch medizinische Gesundheitsinformationen zeigen, dass Schulterschmerzen häufig durch Fehlbelastungen, muskuläre Ungleichgewichte und ungünstige Bewegungsmuster entstehen können. Darauf weist auch das unabhängige Gesundheitsportal hin – eine Initiative des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), die evidenzbasierte und verständliche Informationen bereitstellt: 
https://www.gesundheitsinformation.de/schulterschmerzen.html

Der entscheidende Unterschied: Stabilisieren statt nur trainieren

Damit Schulterschmerzen langfristig besser werden, muss nicht einfach mehr trainiert werden – sondern gezielter.

Entscheidend ist die Aktivierung der stabilisierenden Muskulatur.

Die Außenrotatoren sorgen dafür, dass der Oberarm wieder mittiger im Gelenk gehalten wird. Dadurch entsteht mehr Raum im Schultergelenk, und gereizte Strukturen können sich beruhigen.

Schulterhilfe: gezielte Aktivierung der stabilisierenden Muskeln

Hier setzt die Schulterhilfe an.

Durch die geführte Bewegung sorgt sie dafür, dass genau die Muskeln aktiviert werden, die für die Stabilität verantwortlich sind – insbesondere Infraspinatus und Teres Minor.

Der Vorteil:

  • keine Ausweichbewegungen über Brust oder vordere Schulter

  • kontrollierte Aktivierung der Außenrotatoren

  • sichere Bewegung auch bei bestehenden Beschwerden

Die Schulterhilfe wurde zudem wissenschaftlich an der Universität Duisburg-Essen getestet, was ihre Trainingslogik zusätzlich unterstreicht.

Begleitende Reizung oder Entzündung berücksichtigen

Bei vielen Schulterproblemen entsteht zusätzlich eine Reizung oder Entzündung, zum Beispiel:

  • im Schleimbeutel

  • in den Sehnen der Rotatorenmanschette

Diese Begleitproblematik sollte ebenfalls berücksichtigt werden.

Hier kann das Fixura Pad helfen:

  • bei akuter Reizung: Kühlung

  • bei muskulärer Verspannung: Wärmeanwendung

So können Symptome beruhigt werden, während gleichzeitig an der Ursache gearbeitet wird.

Fazit

Wenn Schulterschmerzen trotz Übungen nicht besser werden, liegt das häufig nicht an mangelnder Bewegung – sondern an falschem Training der falschen Muskeln.

Dominante Muskeln ziehen den Oberarm nach vorne und oben, während stabilisierende Muskeln zu wenig arbeiten. Dadurch entsteht eine mechanische Enge im Schultergelenk, die Schmerzen und Reizungen verursachen kann.

Die Lösung besteht darin:

  • entzündliche Reizungen zu beruhigen

  • die stabilisierende Muskulatur gezielt zu aktivieren

  • die muskuläre Balance wiederherzustellen

Genau hier kann ein gezieltes Training mit der Schulterhilfe ansetzen, indem die Außenrotatoren aktiviert und die Schulter wieder stabilisiert wird.

FAQ – Häufige Fragen zu Schulterschmerzen trotz Übungen

Warum helfen Schulterübungen bei mir nicht?

Viele Übungen stärken vor allem große Muskeln wie Brust oder vordere Schulter. Wenn die stabilisierenden Muskeln zu schwach bleiben, verbessert sich die Ursache der Schmerzen nicht.

Kann falsches Training Schulterschmerzen verschlimmern?

Ja. Wenn dominante Muskeln weiter gestärkt werden, kann sich die mechanische Enge im Schultergelenk verstärken.

Welche Muskeln stabilisieren die Schulter?

Vor allem die Außenrotatoren der Rotatorenmanschette – insbesondere Infraspinatus und Teres Minor.

Sollte man bei Schulterschmerzen komplett pausieren?

In den meisten Fällen nicht. Wichtig ist jedoch ein gezieltes und kontrolliertes Training.

Wie lange dauert es, bis Schulterschmerzen besser werden?

Wenn die richtigen Muskeln trainiert werden und eine mögliche Reizung berücksichtigt wird, verbessert sich die Situation oft deutlich schneller.

Zuletzt aktualisiert: 24.03.2026

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