Nicko Duttine

Triggerpunkttherapie - Mit diesen Tipps können sie sich selbst behandeln

Veröffentlicht von Nicko Duttine am Dienstag, 17 Juli 2018 in Gesundheit

Bei Triggerpunkten handelt es sich um einen Begriff, der unangenehme Schmerzen am Rücken, an der Schulter oder am Nacken beschreibt, die sich durch wulstartige Knubbel bemerkbar machen. Dabei gilt es zu beachten, dass diese kleinen Muskelverhärtungen oft in andere Körperstellen ausstrahlen. Die Triggerpunkte, also Schmerzpunkte, können vom Physiotherapeuten oder Osteopathen behandelt werden, doch auch eine Selbstbehandlung ist möglich. Durch eine exakte Lokalisation und Auflösung können die tastbaren Triggerpunkte anhand einer manuellen Druckanwendung aufgelöst werden, um den Muskel von seiner Dauerkontraktion zu befreien. Nach der ersten Behandlung ist meist bereits eine Erleichterung spürbar. Die Druckempfindlichkeit nimmt mit fortlaufender Therapie stark ab. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie, was Triggerpunkte ausmacht, wie sie entstehen, wo Sie sie am Körper ausfindig machen können und wie sie mit einer Triggerpunkttherapie zu behandeln sind.

Triggerpunkte erkennen

Die Ursachen für die druckempfindlichen Triggerpunkte sind häufig eine verspannte Muskulatur und ausstrahlende Schmerzen. Die Schmerzen treten dabei also nicht nur im Bereich der Triggerpunkte auf, sondern sie strahlen oft in andere Körperregionen aus. Sie kommen häufig an der Schulter, am Nacken und Rücken vor. Aufgrund der Ausstrahlung können Triggerpunkte in der Schulter beispielsweise zu Schmerzen im Arm werden. Die kleinen Muskelverhärtungen entstehen unter anderem durch eine Überbelastung oder Fehlhaltungen. Triggerpunkte können entweder aktiv oder latent, also stumm sein. Der aktive Triggerpunkt verursacht nicht nur Schmerzen bei einer Aktivität des Muskels, sondern ebenso im Ruhezustand. Ein latenter Triggerpunkt hingegen verursacht lediglich beim Ertasten Schmerzen, doch auch er begünstigt weitere muskuläre Dysbalancen und Beschwerden. Eine Triggerpunkttherapie ist daher immer ratsam. Wer den richtigen Druck heraus hat, wird sehr erstaunt sein, wie schnell die Schmerzen nachlassen und die Verhärtung sich auflöst.

Triggerpunkte mit einer Triggerpunktmassage selbst behandeln

Triggerpunkte Selbst behandeln Mit einer gezielten Triggerpunkttherapie können Sie Ihre Muskulatur lockern und somit die Schmerzen beseitigen. Dabei lassen sich vor allem Triggerpunkte, die Sie als Knubbel ertasten und mit den Händen oder Hilfsgeräten erreichen, durch eine Selbstbehandlung optimal lindern und auflösen. Die Einsatzmöglichkeiten der Triggerpunkttherapie sind sehr vielfältig, beispielsweise im Bereich der Schulter oder Arme, im gesamten Wirbelsäulenbereich, in der Leistengegend oder im Kniegelenk. Wenn Sie hier druckschmerzhafte Knubbel erfühlen können, handelt es sich wahrscheinlich um Triggerpunkte. Die verschiedenen Beschwerden äußern sich oftmals durch Schmerzen, eine Steifigkeit, Dysfunktionen oder Sensibilitätsstörungen. Durch eine kurze Selbstbehandlung können Sie die Triggerpunkte auflösen. In Videos, wo eine Triggerpunkttherapie anschaulich dargestellt wird, können Sie sich anschauen, wie dies funktioniert.

Wie wird die Triggerpunktmassage durchgeführt?

Sie können versuchen, die Triggerpunkte aufzuspüren, um sie mit der Triggerpunktmassage gezielt zu behandeln. Wärme ist hilfreich. Geben Sie für 10 bis 15 Minuten eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen auf die betroffene Körperstelle, beispielsweise die Schulter. Tasten Sie anschließend im Bereich des schmerzhaften Muskels vorsichtig, ob Sie einen Triggerpunkt, also eine verhärtete Stelle, finden. Diese Stelle massieren Sie sanft in kreisenden Bewegungen mit ein wenig Druck, bis die Schmerzen nachlassen. Dies wiederholen Sie bis zu vier Mal. Die Triggerpunktmassage können Sie bis zu drei Mal täglich durchführen. Zusätzliche Dehnübungen der Schulter und des Nackens sind ebenso hilfreich. Vermeiden Sie bei der Triggerpunkttherapie einen zu starken Druck, denn dieser begünstigt weitere Verspannungen. Schlimmstenfalls besteht sogar das Risiko, dass dadurch Nerven zu stark gedrückt bzw. gequetscht werden. Daher ist es wichtig, bei der Selbstbehandlung der Triggerpunkte vorsichtig vorzugehen. Wenn sich der Knubbel nicht auflöst oder die Schmerzen verstärken sich, sollten Sie einen Arzt oder Physiotherapeuten aufsuchen.

Wie schnell wirkt die Triggerpunkttherapie

Besteht der Triggerpunkt noch nicht so lange, lässt sich die Verhärtung bereits nach einer Triggerpunktmassage oder wenigen Behandlungen lösen und eine Schmerzfreiheit erreichen. Oft klingen die Beschwerden sofort nach der Behandlung ab, manchmal nach ein bis zwei Tagen. Bei Triggerpunkten, die lange bestehen oder schon Schmerzen in anderen Körperbereichen auslösen, muss die Triggerpunkttherapie über einen längeren Zeitraum wiederholt werden, bis sich die Beschwerden nachhaltig bessern. Auch wenn die Schmerzen nach der Triggerpunktmassage beseitigt werden können, bedeutet dies nicht, dass die Beschwerden nicht zurückkehren. Daher ist es wichtig, nach der Auflösung der Triggerpunkte die Ursachen zu ermitteln und zu beseitigen, beispielsweise durch eine Vermeidung von Fehl- oder Überbelastungen oder mehr Bewegung.

Fazit

Triggerpunkte mit Massagerollen behandelnTriggerpunkte führen dazu, dass die zugeordneten Muskelfasern stark kontrahieren, sodass sie sich nicht wieder entspannen. Dies führt zu einer Versteifung und Verkürzung der Muskeln. Dadurch stehen die Muskelfaserstränge, Sehnen und Faszien ständig unter Spannung, was die Schmerzsymptome fördert. Daher ist eine Triggerpunktmassage sehr sinnvoll. Triggerpunkte lassen sich gut behandeln. Es geht hierbei darum, den verspannten, ertasteten Triggerpunkt durch eine gezielte Triggerpunktmassage aufzulösen. Üben Sie mit den Händen oder Hilfsmitteln wie Massagerolle, Massageball oder Faszienrolle sanften Druck aus, bis die Schmerzen nachlassen und die Anspannung einer Entspannung weicht. Noch besser ist eine Vermeidung der Triggerpunkte. Die Ursachen sind vielfältig, beispielsweise mangelnde oder einseitige Bewegung, Fehlhaltungen, Überlastung, Verletzungen oder anhaltender Stress.

 

 

Fotos: Fotolia.com - © fotoliaxrender, 123rf.com - vampy1, David Kneafsey

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