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Schulterarthrose: Symptome, Diagnose, Behandlung

Artikel von Thomas Duttine,
Gründer und Experte von Schulterhilfe.de
in Schultererkrankungen

 

Der medizinische Fachbegriff für Schulterarthrose lautet Omarthrose.

Eine Arthrose in der Schulter ist eine verschleißbedingte Erkrankung. Die Ursachen für den Knorpelabrieb im Schulterhauptgelenk sind:

  • mechanische Überlastung
  • Schäden an der Rotatorenmanschette
  • ungünstiger Verlauf nach Schulter-OP
  • Unfall, Sturz
  • Entzündungen

Je nach Ursache unterscheidet man den Gelenkverschleiß in eine primäre und sekundäre Schulterarthrose. Die primäre Omarthrose bezieht sich auf einen altersbedingten Verschleiß. Anders ausgedrückt, handelt es sich also um einen natürlichen Prozess der Gelenkalterung. Die sekundäre Omarthrose entsteht hingegen durch Folgen einer Verletzung, z.B. einem Knochenbruch im Bereich des Oberarmkopfes durch Unfall oder Sturz. Auch ein chronischer Defekt der Rotatorenmanschette und Gelenkrheumatismus können eine sekundäre Arthrose begünstigen. 

Die Beschwerden bei einer Schulterarthrose

Welche Beschwerden treten bei der Schulterarthrose auf.

Eine Arthrose im Schultereckgelenk (ASG oder AC-Gelenksarthrose) entsteht zwischen dem Schlüsselbein und dem Schulterdach. Häufig tritt der Knorpelabrieb erst im Alter auf, wobei frühere Verletzungen der Schulter durchaus eine Gelenksarthrose beschleunigen. Eine Arthrose verläuft schleichend. Anfangs sind Betroffene noch schmerzfrei, erst im weiteren Verlauf treten Schmerzen bei Belastung oder beim Liegen auf der Schulter auf. Ist die Knorpelmasse verschlissen und Knochen reibt auf Knochen, tut die Schulter auch im Ruhezustand weh.

Die Schmerzen am oberen Schulterdach können bis in den Nacken und Oberarm ziehen. Der Bewegungsradius ist in alle Richtungen hinweg stark eingeschränkt. Häufig treten Schwellungen mit Ergussbildung auf.

Diagnostik der Schulterarthrose

Die Diagnostik der Schulterarthrose

Zur Erstellung der Diagnose wenden Orthopäden neben der händischen Untersuchung verschiedene bildgebende Verfahren an:

  • Röntgenbilder machen den Gelenkspalt und knöcherne Anbauten sichtbar.
  • Ultraschall dient zur Beurteilung der Rotatorenmanschette.
  • Kernspintomographie, auch als Magnetresonanztomographie (MRT) bezeichnet dient ebenfalls zur Beurteilung der Rotatorenmanschette.
  • Computertomographie (CT) bildet innerhalb weniger Sekunden Knochen und Gelenke ab.

Behandlungsmöglichkeiten: konservativ und alternativ

Nach aktuellem Stand der Medizin ist eine Schulterarthrose derzeit noch nicht heilbar. Mit verschiedenen Behandlungsmethoden versuchen Ärzte jedoch, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Anfangs helfen schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente. Bei starken Schmerzen durch beispielsweise starke Belastung oder Kälte kann der behandelnde Orthopäde oder Sportmediziner Kortison und ein schmerzlinderndes Mittel direkt in das Schultergelenk spritzen.

Ist die Beweglichkeit des Schultergelenks bereits stark eingeschränkt, kann eine Schulterarthroskopie ratsam sein. Bei diesem minimal-invasiven Eingriff, auch als Gelenkspiegelung bekannt, wird das Schultergelenk in der Regel unter Vollnarkose gereinigt. In einigen Fällen entfernt der Schulterspezialist zusätzlich auch den Schulterdachschleimbeutel.

Sind alle Behandlungsmethoden ausgeschöpft, ist das Implantieren einer Schulterprothese oftmals die Lösung. Ein künstliches Schultergelenk sollte jedoch als letzte Therapiemöglichkeit betrachtet werden.

Alternativen zur konservativen Behandlung

Bewegung unterstützt die Nährstoffversorgung von Muskeln und Knochen. Je nach Stadium der Erkrankung kann sich daher ein Trainieren mit der Schulterhilfe positiv auswirken. Durch regelmäßiges Durchführen der leichten Übungen kann es gelingen, die Stabilität der Schulter hilfreich zu unterstützen.

Des Weiteren können folgende Anwendungen zum Einsatz kommen:

  • Physiotherapie / Krankengymnastik
  • Wärmeanwendungen
  • Lockerungsübungen
  • Elektrotherapie

Kommentare

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muri34 Montag, 06. Dezember 2021

Hallo,

bin junge 24 jahre alt und habe nun die diagnose omalgie links bei arthrose mit reizung der supraspinatussehne bekommen. dies ist angeblich dem intensiven krafttraining zuzuschreiben. nach rücksprache mit der orthopädin meinte diese nun, dass krafttraining für mich nicht mehr in frage kommt. sie meinte ich soll zum physiotherapeuten und eventuell eine athroskopie durchführen lassen. nun bin ich mit meinen übungen schon gut vorangeschritten und wollte fragen, ob ich tatsächlich nicht mehr trainieren gehen kann/soll. mir liegt sehr viel daran, weshalb ich auch hart dafür arbeite/arbeiten würde.

ich denke, dass ein angepasstes und ausgewogenes fitnesstraining bestimmt nicht schlecht sein kann, oder liege ich da falsch?

danke für den aufschlussreichen beitrag und gruß

Apel Susanne Samstag, 31. Oktober 2020

Habe Schulterarthrose bekomme Cortison. Hatte nur noch Schmerzen trotz vieler Medikamente. Vor allem in der Nacht schmerzt es besonders schlimm. Habe von meinem Hausarzt das Schulterhorn (Schulterhilfe) als Empfehlung bekommen, war skeptisch aber habe es trotzdem bestellt. Benutze es seit 5 Tagen und ich kann es selber kaum glauben, meine Schmerzen und vor allem die Beweglichkeit haben sich um ca 30 Prozent gebessert. Hatte eine schwere Schultersteife. Meine ganze Hoffnung liegt auf diesem Gerät. Ich trainiere täglich auch vor Arbeitsbeginn da ich mich dann viel besser fühle. Hoffe das nach Monaten des Trainings meine Schmerzen und die Beweglichkeit noch mehr besser. Kann es nur Empfehlen! Habe die Akutausführung genommen.

Nicko Duttine Samstag, 31. Oktober 2020

Hallo Frau Apel,

vielen Dank für das Feedback, das hört sich sehr gut an! 5 Tage ist wirklich sehr schnell. Wir drücken die Daumen, dass es weiterhin besser geht. Bei Fragen melden Sie sich sehr gerne bei uns.

Viele Grüße
Nicko Duttine

Rainer Grünwedel Dienstag, 20. August 2019

Alles gut und verständlich erklärt, selbst für den Medizinlaien!

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