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Die häufigsten Schulterprobleme der Deutschen

Artikel von Thomas Duttine,
Gründer und Experte von Schulterhilfe.de
in Schulterschmerzen

Am Dienstag, 28 Dezember 2021 (Zuletzt aktualisiert)

Deutschland hat nicht nur Rücken, Deutschland hat auch Schulter. Immerhin leidet etwa jeder Zehnte im Alter von 45 und 65 Jahren unter Beschwerden in der Schulterpartie. Vor allem sind das Impingement-Syndrom und die Kalkschulter weit verbreitet. Dagegen können verschiedene Behandlungsmethoden helfen: einzeln oder auch kombiniert durchgeführt. Eine Operation bleibt Betroffenen häufig erspart.

Akute Schulterschmerzen können durch Entzündungen oder auch Verletzungen entstehen. Eine gezielte Behandlung der Beschwerden setzt daher eine genaue Diagnose voraus. Ärzte führen deshalb ein ausführliches Erstgespräch mit dem Patienten, um anschließend passende Untersuchungen durchzuführen. Dafür steht ein Repertoire verschiedener Methoden zur Verfügung, z.B.:

  • Manuelle Untersuchung
  • Bewegungstests
  • Ultraschall
  • Röntgen
  • Magnetresonanztomographie (MRT)

Die häufigsten Schulterprobleme - Die Ultraschalluntersuchung

Warum das Schultergelenk störanfällig ist

Dass die Schulter sich häufig als Schwachstelle entpuppt, liegt an ihrem störanfälligen Aufbau. Denn im Vergleich zu anderen Gelenken im Körper sorgen nicht Knochen für eine Begrenzung der Beweglichkeit, sondern hauptsächlich Sehnen und Muskeln. Sind bestimmte Muskeln aber zu schwach, kann die gesamte Schulterpartie aus der gesunden Balance geraten. Dadurch kommt es beispielsweise beim Impingement-Syndrom zu einer Enge im Schultergelenk. Die Folgen sind starke Schmerzen, die von der betroffenen Schulter bis in den Oberarm ausstrahlen können. Zudem ist die Beweglichkeit von Schulter und Arm erheblich eingeschränkt.

Was hilft beim Impingement-Syndrom?

Was hilf beim Impingement-Syndrom? - eine ärztliche Diagnose ist notwendig -

Nach der ärztlichen Diagnose geht es anfangs meist darum, die Schmerzen zu lindern und die Entzündung zu hemmen. Entsprechende Schmerzmittel aus der Apotheke mit entzündungshemmender Wirkung sind zum Beispiel sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika – kurz: NSAR – wie Ibuprofen oder Diclofenac. Auch Kortison-Spritzen in den Bereich zwischen Schulterdach und Oberarmkopf (med.: Subacromialraum) wirken antientzündlich.

„Gleich zu Beginn der Therapie sollte auf jeden Fall auch die Behandlung der Muskulatur berücksichtigt werden“, erklärt Stephan Bert, niedergelassener Facharzt und Schmerztherapeut in Bad Säckingen. „Beim Schulter Impingement ist es mitentscheidend, das muskuläre Gleichgewicht wieder herzustellen.“

Wie eine wissenschaftliche Studie unter der Leitung von Professor Dr. Thomas Mühlbauer vom Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen zeigt, eignen sich dafür gezielte Übungen mit einem einfachen, aber wirksamen Gerät: die Schulterhilfe:

  • Entspannung der Brust- und Nackenmuskulatur
  • Stärkung der Rotatorenmanschette
  • Korrektur von Fehlhaltungen der Schulter

Was hilft bei einer Kalkschulter?

Auch bei der Behandlung von Kalkablagerungen kann die Schulterhilfe-Methode hilfreich sein:

  • Der Entzündung in der Schulter wird entgegengewirkt.
  • Der Bewegungsspielraum des Gelenks kann sich vergrößern.
  • In einigen Fällen lösen sich die Ablagerungen sogar vollständig auf.

Wenn Betroffene in ihrer Bewegung bereits stark eingeschränkt sind und eine Trainingstherapie deshalb nicht mehr infrage kommt, kann eine sogenannte extrakorporale Stoßwellentherapie (kurz: ESWT) helfen. Bei einer Kalkschulter führt dieses nicht-invasive Verfahren zu einer Auflockerung der Kalkablagerungen, die anschließend von sogenannten Fresszellen im Körper abtransportiert werden. Mithilfe dieser speziellen Technik lösen sich die Kalkablagerungen bei etwa 75 Prozent der Patienten auf.

„Die Stärke der Stoßwellen kann auf den Patienten individuell angepasst werden“, weiß der Schmerzspezialist Stephan Bert. „Erfahrungsgemäß lässt sich sagen: Je mehr ein Patient die Stoßwellen spürt, desto wirksamer ist die Behandlung. Bei Bedarf kann die Stelle auch vorher örtlich betäubt werden.“

>> Weitere Informationen zu Schulterschmerzen von Dr. Stephan Bert >>

Die ESWT Stoßwellentherapie wird bei verschiedenen Krankheiten eingesetzt wie z.B.:

  • Kalkschulter
  • Tennisarm
  • Golferarm
  • Supraspinatussehnensyndrom
  • Fersensporn
  • Ansatztendinosen

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