Nicko Duttine

Der Herbst ist da - gesund und glücklich durch die bunte Jahreszeit

Veröffentlicht von Nicko Duttine am Freitag, 11 Oktober 2019 in Gesundheit

Herbst Tipps und Ratgaber für einen glücklichen und schönen Herbst

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und damit fällt bei vielen auch die Stimmung. Plötzlich wird es zeitig dunkel und auch morgens will es nicht hell werden. Doch der Herbst hat auch seine schönen Seiten. Die klare, frische Luft und das wunderschöne bunt gefärbte Laub der Bäume lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Dabei stärken Sie Ihr Immunsystem und verbessern die Stimmung. Windiges Wetter können Sie nutzen, um mit Ihrem Kind Drachen steigen zu lassen. Dabei muss niemand frieren und sich vielleicht erkälten. Denken Sie daran, dass es kein schlechtes Wetter gibt, sondern lediglich falsche Kleidung. Lesen Sie hier, wie Sie gesund und glücklich durch die herbstliche, bunte Jahreszeit kommen.

 

Wann ist eigentlich Herbstanfang?

Die Blätter werden bunter, die Tage kürzer, die Nächte länger und die Jacken dicker, der Herbst steht vor der Tür. Doch wann ist genau Herbstanfang? Hierfür gibt es zwei Termine: Die Rede ist vom kalendarischen und meteorologischen Herbstbeginn. Ein weiterer Kalender, nach welchem der Herbstanfang oft definiert wird, ist der phänologische Kalender.

Kalendarischer Herbstanfang

Der offizielle Herbstanfang wird als kalendarischer Herbstanfang bezeichnet. Hierbei spielt eine wichtige Rolle, welche Position die Erde zur Sonne hat. Die Sonne überquert den Äquator zur Tagundnachtgleiche Richtung Südhalbkugel. Tagundnachtgleiche heißt, dass Tag und Nacht gleich lang sind (jeweils zwölf Stunden). Der kalendarische Herbst beginnt am 23. September, aufgrund der Schaltjahre manchmal, wie es im Jahr 2020 der Fall sein wird, bereits am 22. September, da das Jahr nicht exakt 365 Tage hat.
 

Meteorologischen Herbstanfang

Der meteorologische Herbstanfang beginnt immer am 1. September. Der Grund hierfür ist, dass das Jahr von den Wetter-Experten in vier Teile aufgeteilt wird und jede Jahreszeit drei Monate dauert: September bis November ist demnach Herbst.
 

Phänologischen Herbstanfang

Der phänologische Herbstanfang richtet sich nach Phänomenen innerhalb der Natur bzw. dem Entwicklungsstand der Flora, beispielsweise der Blüte der Herbstzeitlose. Das Laub vieler Bäume nimmt seine charakteristische herbstliche Färbung an. In mitteleuropäischen Breiten beginnt der phänologische Spätherbst in der Regel etwa Mitte November.

Immunsystem stärken - Die besten Tipps zum Herbstanfang

Wenn die kalte Jahreszeit vor der Tür steht, ist der Schnupfen meist nicht weit. Das nasskalte Wetter und die ständigen Temperaturwechsel fordern unsere Abwehrkräfte heraus. Auch der Wechsel von den beheizten Räumen in das nasskalte Freie setzt dem Körper zu. Der Mangel an Tageslicht beeinflusst die Stimmung negativ. Daher sollten Sie einige wichtige Tipps beachten, um Ihr Immunsystem zu stärken, den unangenehmen Erkältungsviren und dem Herbstblues keine Chance zu geben. Der optimale Schutz vor Erkältungen ist stets ein gesundes und starkes Immunsystem. Es wehrt Viren, Bakterien und andere Keime ab:

Immunsystem frühzeitig stärken und nicht erst, wenn bereits Krankheitssymptome auftreten

Viele denken erst dann daran, das Immunsystem zu stärken, wenn sie bereits niesen oder husten. Dann wird plötzlich Zitrone in den Tee gegeben. Dies schadet nicht, doch der Körper ist bereits krank. Daneben würden ihm Sport, Wechselduschen und Saunagänge, was im gesunden Zustand gute Möglichkeiten sind, die Abwehrkräfte zu stärken, nun eher schaden als nutzen. Bauen Sie daher schon ein paar Wochen vor dem Herbstbeginn eine starke Abwehr auf und beachten Sie die nachfolgenden Tipps.

Bewegung und Sport im Freien

Joggen im Herbst, Gesund und Fit durch Sport im Herbst

Sich im Freien aufzuhalten, ist ein wahrer Gesundbrunnen. Der Körper und die Immunabwehr stellen sich schon im Herbst auf den kalten Winter ein. Wenn Sie sich nun regelmäßig draußen bewegen, können Sie ihn bestmöglich bei der Umstellung unterstützen und mehr Sauerstoff in den Körper und das Gehirn pumpen. Profitieren Sie dabei von folgenden Vorteilen:

  • Steigerung des Wohlbefindens
  • Vermehrte Produktion der Glückshormone
  • Stressabbau und bessere Laune
  • Förderung der Durchblutung: Verringerung der Entzündungsmarker im Körper

So können sich die Abwehrzellen gleichmäßig im Körper verteilen und zudem regen Sie deren Produktion an. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen, die sich regelmäßig im Freien aufhalten, weniger unter Fieber, Husten und Schnupfen leiden. Ihr Körper ist geschützter, da er sich besser gegen Bakterien und Viren zur Abwehr setzen kann. Ziehen Sie sich daher in der dunklen Jahreszeit nicht zurück, sondern bleiben Sie aktiv. Infekte entstehen oft, da es dem Körper an Vitamin D3 fehlt, das er nicht selber herstellen kann. Eine Vorstufe des Vitamins kann er jedoch bilden und umwandeln, wenn Ihre Haut dem Tageslicht ausgesetzt wird. Die Sonne muss dafür nicht einmal richtig scheinen. Ziehen Sie sich entsprechend des Wetters an und gehen Sie nach draußen. Empfehlenswert ist moderates, aber regelmäßiges Ausdauertraining, beispielsweise:

  • Radfahren
  • Laufen
  • Nordic Walking

Mit Sport anfangen kann jeder, selbst im höheren Alter. Ein moderater Einstieg in das Training ist hierbei wichtig. Zu lange oder intensiv sollte das Training ohnehin nicht sein, denn dies kann Ihr Immunsystem eher schwächen anstatt stärken. Wenn Sie sich für Sport nicht begeistern, können Sie auch forsch spazieren gehen. Jede Bewegung tut Ihrem Körper gut.

Schlechte Stimmung durch Tageslicht vermeiden

Tanken Sie Tageslicht und beugen Sie dem Herbstblues vor, der entsteht, wenn zu wenig UV-Licht aufgenommen wird. Wenn Sie sich in der freien Natur bewegen, wird vermehrt Serotonin gebildet. Das körpereigene Glückshormon ist ein natürliches Antidepressiva, das für ein gutes Befinden sorgt und Balsam für das Immunsystem ist. Die UV-Strahlen sorgen außerdem für mehr Antrieb. Suchen Sie sich daher Tageszeiten aus, in denen sich die Sonne noch zeigt, was im Herbst nicht ungewöhnlich ist. Dadurch wiederum wird das Immunsystem gestärkt. In Nüssen sind gesunde ungesättigte Fettsäuren, wertvolle Vitamine, Ballaststoffe und Antioxidantien enthalten. Wenn Sie starke Nerven benötigen, sollten Sie Walnüsse essen, denn darin steckt wertvolles Vitamin B, das auch als Nervenvitamin bekannt ist.

Richtige Kleidung im Herbst tragen

Damit der Effekt nicht in das Gegenteil umschlägt und sich nach dem Spaziergang an der frischen Luft Schnupfen ankündigt, ist die richtige Kleidung unverzichtbar. Gut bewährt hat sich das Zwiebelprinzip, bei dem Sie mehrere Kleidungsschichten übereinander tragen, um für jede Temperatur optimal gewappnet zu sein. Diese Schichten, die aufeinander abgestimmt sein müssen, können Sie je nach Wetter ablegen und hinzufügen. Doch sie müssen miteinander funktionieren, damit das Zwiebelsystem nicht unterbrochen wird. Gut geeignet ist Funktionswäsche, denn sie ist in der Lage, Feuchtigkeit von innen nach außen abzuleiten und die Wärme zu regulieren. Ein ideales Bekleidungskonzept sieht drei bis fünf Schichten vor:

  • 1. Lage: atmungsaktives und feuchtigkeitsableitendes Thermounterhemd
  • 2. Lage: wärmende Isolierschicht, die aus mehreren Schichten bestehen kann, beispielsweise einem Fleece-Pullover und eventuell Windbreaker, der den Wind abhält
  • 3. Lage: zum Schluss als Wetterschutz eine Hardshelljacke, im Idealfall atmungsaktiv und wasserdicht

Benötigen Sie je nach Wetter die 3. Lage nicht, können Sie die Jacke auch ausziehen, um einen Hitzestau zu vermeiden. Dies ist keinesfalls der Sinn des Zwiebelprinzips. Auch der Kopf und die Füße dürfen nicht auskühlen, denn darauf reagiert der Körper empfindlich. Daher können an manchen Herbsttagen eine Mütze und Handschuhe sinnvoll sein. In der Wohnung oder im Haus können Sie durch regelmäßiges Lüften viel Gutes für Ihre Gesundheit tun und trockene Raumluft vermeiden. Die Außenluft ist außerdem weniger von Keimen belastet.

Wechselduschen und Saunagänge sorgen für ein starkes Immunsystem

Saunagänge und Wechselduschen für ein starkes Immunsystem

Wenn Sie regelmäßig in die Sauna gehen oder Dampfbäder genießen, stärken Sie Ihre Abwehrkräfte und erhöhen dadurch die Möglichkeit, gesund durch den Herbst zu kommen. Der Wechsel zwischen der Wärme und Abkühlung trainiert die Blutgefäße und regt die Durchblutung an. Der Körper lernt bei Wechselduschen und Saunagängen, auf verschiedene Temperaturreize schnell zu reagieren. Die Schleimhäute werden besser mit Sauerstoff versorgt, sodass sie weniger anfällig sind. Die Temperaturunterschiede sollten bei Wechselduschen nicht zu hoch sein, um das Herz-Kreislauf-System nicht zu belasten. Beginnen Sie mit warmen Güssen und duschen Sie dann kalt nach. Fangen Sie bei den Beinen an und arbeiten Sie sich stückweise nach oben vor. Wiederholen Sie dies dreimal.

Auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten

Gesunde Ernährung auch eine der Säulen um im Herbst gesund zu bleiben

Die Ernährung spielt eine sehr wichtige Rolle, um die Abwehrkräfte zu stärken und gesund und fit durch den nasskalten Herbst zu kommen. Wussten Sie, dass sich ein Großteil unseres Immunsystems im Darm befindet? Wenn dieser gesund ist, haben Krankheiten kaum eine Chance. Nehmen Sie daher ebenso genügend Ballaststoffe zu sich. Vollkornbrot enthält wichtige Inhaltsstoffe wie:

  • viele Ballaststoffe
  • Vitamin B
  • Eisen
  • Selen

Ideal ist eine saisonale und regionale Ernährung. Kaufen Sie Lebensmittel, die in der jeweiligen Jahreszeit geerntet werden, da bei langen Transportwegen nicht nur der Geschmack leidet, sondern auch viele wertvolle Nährstoffe verloren gehen. Zudem sind sie, wenn sie aus der Region stammen, allgemein weniger mit Schadstoffen belastet. Regionale und saisonale Lebensmittel sind besser für die Gesundheit, aber auch für die Umwelt. Eine Vielfalt auf dem Speiseplan sorgt dafür, dass Ihr Körper mit allen wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt wird:

Wichtig sind beispielsweise die Vitamine A, B, C und E, die vor allem in vielen verschiedenen Obst- und Gemüsesorten vorkommen. Ideales Herbstgemüse und Obst sind unter anderem:

  • Kürbis
  • Mohrrüben
  • Kohl
  • Champignons
  • Brokkoli
  • Paprika
  • Tomaten
  • Petersilie
  • Kiwi
  • Äpfel
  • Birnen
  • Orangen
  • Bananen

Achten Sie zudem auf eine ausreichende Versorgung mit Zink. Das Spurenelement ist für zahlreiche Prozesse im Körper unentbehrlich und trägt ebenso zur Stärkung der Abwehrkräfte bei. Zink ist zum Beispiel in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Haferflocken
  • Kerne wie Cashewkerne
  • Pfifferlinge
  • Käse

Sehr gesund sind zudem Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse. Auch gesunde Kohlenhydrate sind nützliche Helfer, um Energie zu tanken und dem Herbstblues entgegenzuwirken. Bauen Sie außerdem die Ingwerknolle in Ihren Ernährungsplan ein. Sie wirkt antioxidativ, pilz- und bakterientötend und entgiftet Ihren Körper. In der chinesischen Medizin schwört man schon seit Jahrhunderten auf deren Kräfte: Schneiden Sie ein drei Zentimeter großes Stück Bio-Ingwer in dünne Scheiben und übergießen Sie es mit kochendem Wasser. Lassen Sie den Ingwertee etwa zehn Minuten zugedeckt ziehen.

Fleisch sollte eher in Maßen und wenn, dann nur sehr hochwertig auf dem Speiseplan stehen, während Sie Fisch einmal in der Woche essen können. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sorgen Sie dafür, dass Erkältungsviren und freie Radikale, die die Zellen schädigen, abgewehrt werden.

Genügend trinken, um Erkältungen zu vermeiden

Im Herbst und Winter benötigt Ihr Körper mehr Flüssigkeit, um die Schleimhäute im Bereich der Nase und des Rachens sowie die Bronchien feucht zu halten und vorhandene Bakterien wegzuspülen. Ausgetrocknete Schleimhäute durch zu wenig Trinken sind anfälliger für Infekte, da Viren und Bakterien dadurch leichteres Spiel haben und nicht so einfach abtransportiert werden können. Dann sind Sie besonders anfällig für eine Erkältung, da die Schleimhäute eine natürliche Barriere bilden, um zu verhindern, dass Grippeviren und Bakterien eingeatmet werden und in den Körper eindringen. Trinken Sie daher ausreichend. Es sollten pro Tag mindestens zwei Liter sein.

Welche Getränke eignen sich?

Wählen Sie am besten kalorienfreie Getränke wie Wasser. Wenn Sie es nicht pur trinken möchten, können Sie auch einen Spritzer Zitronensaft hinzufügen. Auf diese Weise versorgen Sie Ihren Körper zusätzlich mit etwas Vitamin C, welches das Immunsystem stärkt. Sie können auch ungesüßte Tees trinken. In grünem Tee stecken reichlich Antioxidantien, die Ihr Immunsystem unterstützen. Trinken Sie über den Tag verteilt, um gleichmäßige Versorgung mit Flüssigkeit sicherzustellen.

Stress vermeiden und ausreichend schlafen

Stress beeinträchtigt die Leistung des Immunsystems. Der Körper schüttet bei körperlicher und psychischer Überlastung vermehrt Cortisol aus. Das Stresshormon hemmt die Aktivität des Immunsystems, wenn es zu lange im Blut bleibt, sodass Krankheitserreger leichter in den Körper gelangen. Integrieren Sie daher regelmäßige Ruhepausen in ihren Alltag, um Stress abzubauen, abzuschalten und die Seele baumeln zu lassen. Die Möglichkeiten hierfür sind vielfältig, beispielsweise:

Ausreichend Schlaf ist ebenfalls wichtig, um den Körper und das Immunsystem zu regenerieren. Laut Experten ist das Risiko für Erkältungen bei einer Schlafdauer von weniger als sieben Stunden dreimal höher. Das Immunsystem arbeitet vor allem nachts, um Abwehrkräfte zu bilden.

Auf Hygiene achten

Wo andere erkältet und verschnupft sind, am besten etwas häufiger gründlich seine Hände waschen

Regelmäßiges Händewaschen ist eine einfache Maßnahme, eine Verbreitung der Keime und ansteckender Krankheiten zu verhindern. Vermeiden Sie es nach Möglichkeit, sich in das Gesicht zu fassen, denn sie gelangen über die Schleimhäute der Nase und Augen leichter in den Körper. Unterwegs sind Desinfektionsmittel für die Hände eine gute Lösung, krankhafte Erreger abzuwehren.

Zusammenfassung

Die sinkenden Temperaturen, die häufige Nässe, der kühle Wind und das fehlende Tageslicht machen den Organismus im Herbst anfällig für Erkältungen und Stimmungstiefs. Daher sollten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr, regelmäßige Bewegung, die Vermeidung von Stress und genügend Schlaf achten. Dadurch können Sie Ihr Immunsystem stärken, damit es Krankheitskeime besser abwehren kann. Halten Sie sich möglichst oft draußen auf. Wenn Sie jeden Tag 30 Minuten an der frischen Luft verbringen, profitieren Ihre Abwehrkräfte davon und Sie kommen wohlbehaltener durch die Grippezeit. Laut Studien erkranken aktive Menschen wesentlich seltener an Infekten. Das Tageslicht trägt außerdem dazu bei, Ihre Stimmung zu heben. Mit dem beliebten Zwiebellook können Sie auf schwankende Temperaturen jederzeit reagieren. Wenn Sie die genannten Tipps beachten, ist es nicht schwer, dem Herbst mit Vitalität statt Erkältungen und Trübsal zu begegnen.

Fotos: 123rf.com - ©anitasstudio, ©Richard Villalon, ©margouillat , ©Martin Novak, ©Ivan Mikhaylov

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