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Winterdepression - so kommen Sie durch die dunklen Tage

Veröffentlicht von am in Gesundheit
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Winterdepression - so kommen Sie durch die dunklen Tage

Wenn die Tage dunkler werden, neigen viele Menschen zu einem andauernden Stimmungstief, auch Winterdepression genannt. Dunkelheit, trübes Wetter und eine allgemeine Schwermütigkeit belasten die Betroffenen und die Symptome beginnen oft schon im Herbst. Doch es gibt Hilfe gegen den Blues, auch ganz ohne chemische Medikamente.

Was ist eine Winterdepression?

Die Winterdepression gehört zu den psychischen Störungen, die allerdings nur rezidivierend auftreten. Während der dunklen Jahreszeit sind Betroffene deutlich schwermütiger und es treten körperliche Symptome auf. Differenzialdiagnostisch ist es wichtig zwischen einer Winterdepression und einem Winterblues zu unterscheiden. Der Blues ist deutlich symptomärmer und dauert oft nur wenige Wochen an. Die Depression hingegen beginnt bereits im Herbst und kann bis ins Frühjahr des kommenden Jahres andauern. Aufgrund der äußeren Einflüsse gehört die Winterdepression zu den exogenen, also erworbenen, Störungen.

Symptome einer Winterdepression

Antriebslosigkeit, Schwermut und schlechte Stimmungen sind die Leitsymptome einer Depression, auch bei der Wintervariante treten diese Symptome auf. Doch es sind darüber hinaus weitere Anzeichen möglich:

- Schlaflosigkeit in den Morgenstunden
- Appetitlosigkeit
- gereiztes Verhalten
- soziale Abkapslung und fehlendes Interesse an Freunden

Beachten Sie bitte, dass nicht alle Symptome auftreten müssen und diese von Betroffenem zu Betroffenem stark variieren können. Bei einem Winterblues ist die Stärke wesentlich geringer, oft ist eine subjektive Belastung wahrnehmbar, die sich aber nicht manifestiert.

Medikamentöse Therapie der Winterdepression

Es gibt verschiedene Therapieansätze, wenn Sie unter einer, im Winter auftretenden, Depression leiden. Nicht immer müssen es Medikamente sein, auch wenn diese eine Rolle im Behandlungskonzept spielen können.

Bei starken Symptomen kommt die Einnahme von sogenannten Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern in Betracht. Es handelt sich hierbei um ein verschreibungspflichtiges Antidepressivum, welches frühstens nach vier, eher nach sechs Wochen Wirkung zeigt. Bei einer leichten Winterdepression ist die Einnahme von Tabletten oft überflüssig, es gibt alternative Maßnahmen, mit denen die Betroffenen die Symptome lindern können.

Therapeutische Behandlung der Winterdepression

Bei immer wiederkehrenden Winterdepressionen hat sich der Einsatz einer kognitiven Verhaltenstherapie bewährt. Hier werden Ihnen Schritte aufgezeigt, wie Sie sich gegen den starken Einfluss von Melatonin wehren können. Dieser ist nämlich häufig Hauptursache für die Entstehung von Winterdepressionen. Durch die häufige Dunkelheit produziert der Körper vermehrt das Schlafhormon Melatonin. Dieses sorgt für Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Es gibt viele Änderungsmöglichkeiten des eigenen Verhaltens, die das Problem beheben können:

- viel Bewegung bei Tageslicht
- Therapie mit künstlichem Licht (Lichttherapie)
- Einnahme von Vitamin D (bei vorhandenem Mangel)
- geregelter Schlafrhythmus mit Bewegung an der frischen Luft

Lichttherapie zur Behandlung der Winterdepression

Die favorisierte Therapiemöglichkeit einer Winterdepression ist die Behandlung mit künstlichem Licht. Hier ist eine herkömmliche Glühbirne aber keinesfalls ausreichend, es werden spezielle Lampen mit mindestens 2500 LUX eingesetzt.

Die betroffenen Patienten verbringen täglich mindestens zwei Stunden vor der Lichtlampe, die Einteilung erfolgt hierbei eine Stunde lang morgens und eine Stunde lang abends. Lichttherapien können im eigenen Heim durchgeführt werden, die Lampen gibt es im Fachhandel zu erwerben. Die Stärke 2500 LUX ist hierbei die Untergrenze, optimal geeignet sind 10.000 LUX zur Behandlung der Winterdepression. Durch das starke Licht wird die Produktion von Melatonin eingeschränkt, die Müdigkeit schwindet und auch die Antriebsschwäche lässt nach.

Ohne Behandlung heilt eine Winterdepression meist erst im Frühjahr aus, allerdings gibt es oft noch eine Erholungsphase von einigen Wochen.

Foto: ©ra2 studio - Fotolia.com

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Gast Dienstag, 06 Dezember 2016