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Entzündung der Patellasehne - Nicht nur Profis wie Bastian Schweinsteiger leiden darunter

Veröffentlicht von am in Gesundheit
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Entzündung der Patellasehne - Nicht nur Profis wie Bastian Schweinsteiger leiden darunter

Bastian Schweinsteiger vom FC Bayern laboriert mit ihr herum, der Entzündung der Patellasehne (lat. Ligamentum patellae). Sportler erwischt es im Allgemeinen schnell. Schmerzen im vorderen Kniebereich bedeuten eine langwierige Behandlung. Wie schwerwiegend ist aber so eine Entzündung? Dazu muss man wissen, was die Patellasehne für eine Funktion hat. Sie verbindet den unteren Teil der Patella (Patellaspitze) mit dem Schienbein. Ihre Größe beträgt ca. sieben Zentimeter und ist unter der Haut gut tastbar. Kraftübertragung vom Oberschenkel zum Unterschenkel ist ihre Funktion, außerdem ermöglicht sie eine kraftvolle Streckung des Beines. Die Kniescheibe ist beim Laufsport extremen Belastungen ausgesetzt und auch sehr anfällig. Gerade beim Fußball entsteht an der Patellasehne durch die kräftige und die schnelle Richtungsänderung, aber auch mit übermäßiger Beanspruchung des Streckapparates beim Schuss eine Reizung. Häufig entsteht an der Patellasehne durch Überlastung eine Entzündung. Diese kann auch zu einer Mikroruptur (kleiner Einriss) führen, dagegen sind vollständige Rupturen der Patellasehne beim Fußball eher selten. Die Reizung der Sehne entsteht meist bei übermäßiger Belastung. Neben den äußeren Einflüssen gibt es auch innere Faktoren, die eine Entzündung hervorrufen können. Dazu zählen das Alter, ein Kniescheibenhochstand oder diverse Vorerkrankungen am Knie wie zum Beispiel Morbus Schlatter. Eine Entzündung der Patellasehne ist eine schmerzhafte Angelegenheit, die auch in beiden Kniegelenken auftreten kann. Wenn die Entzündung schon weit fortgeschritten ist, gehen die Beschwerden auch nach der Aufwärmphase nicht mehr zurück und melden sich schon bei alltäglichen Belastungen wie das Treppensteigen.

Die Symptome des Krankheitsbildes

Typisch ist ein Druckschmerz der besonderes im Gebiet des entzündeten Sehnenabschnittes liegt. Gar nicht so selten liegt dieser Bereich am Kniescheibenansatz (Patellaspitzensyndrom). Wenn der Patient versucht, das Bein gegen einen Widerstand zu belasten, treten ebenso Schmerzen auf. Ein genaues Bild zu der Entzündung der Patellasehne liefert die MRT. Mit ihr zeigen sich auch Entzündungen oder Mikroeinrisse. In aller Regel werden konservative Maßnahmen eingeleitet.

Die Ursache einer Entzündung der Patellasehne

Als mögliche Ursache wird eine häufige Stopp & Go-Bewegung, ein Richtungswechsel oder Sprünge bei sportlichen Tätigkeiten angesehen. Man unterteilt das Patellaspitzensyndrom nach Schwere in vier Grade.
- Schmerz nach Beendigung der Belastung (Grad 1)
- Schmerz bei Belastungsbeginn, der nach der Aufwärmphase wieder verschwindet, aber nach Belastungsende wieder auftritt (Grad 2)
- Steter Schmerz (Grad 3)
- Patellasehnenruptur (Grad 4)

Die Behandlung

Die Entzündung der Patellasehne nennt man medizinisch auch Patellaspitzensyndrom. Ist die Entzündung diagnostisiert worden, so sollte mit sportlichen Tätigkeiten pausiert werden, um die Sehne nicht weiter zu reizen. Die Behandlung kann unter Umständen langwierig werden, je nach Schweregrad. Während der Therapiephase kann das Bein moderat belastet werden. Dazu eignet sich Radfahren mit geringem Widerstand bei hoher Trittfrequenz. Daran anschließend sollte der Oberschenkelstrecke gedehnt werden, um damit den Muskeltonus zu minimieren. Die Trainingspausen die angeraten werden, können Wochen oder Monate dauern. Kühlung und das Hochlegen des Beines bewirken, dass sich die Entzündung der Patellasehne reduziert. Darüber hinaus können ergänzend Wärme- und Kälte-Behandlungen, Stoßwellentherapie, Massagen, Ultraschall gegeben werden. Mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten wie Ibufrofen oder Diclofenac kann unterstützt werden. Daneben helfen auch Kniebandagen und physiotherapeutische Übungen. Eher selten ist eine operative Maßnahme notwendig, eine Reduzierung der Trainingsleistungen kann sinnvoll sein.


Die wichtigste Behandlung ist das regelmäßige, am besten tägliche Dehnen von der vorderseitigen Oberschenkelmuskulatur (M. quadizeps femoris). Tritt auch nach Monaten konservativer Behandlung keine Besserung ein, bleibt nur noch die Operation.
Damit kein Springerknie entsteht, sollte sich immer gut aufgewärmt werden, ebenso sollte auch das regelmäßige Dehnen nach dem Sport nicht vergessen werden.

Foto:©Klaus Eppele - Fotolia.com

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Gast Sonntag, 04 Dezember 2016