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Die grenzüberschreitende Heilkunst der traditionellen chinesischen Medizin

Veröffentlicht von am in Gesundheit
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Die grenzüberschreitende Heilkunst der traditionellen chinesischen Medizin

Vor über 2.000 Jahren in China entstanden, konnte sich die Traditionelle chinesische Medizin schnell auch im Westen von der Volksheilkunde zur erfolgreichen Alternativmedizin weiterentwickeln. Die Jahrtausend alte Methode dient heute überwiegend der Regulation des vegetativen Gleichgewichts. Hierbei setzt die Traditionelle chinesische Medizin auf die Wandlungsphasen Yin und Yang sowie den sogenannten fünf Säulen.

Traditionelle chinesische Medizin - Herkunft und Geschichte

Historische Schriften belegen, dass die Traditionelle chinesische Medizin in der uns heute bekannten Form ihre Grundlagen vor über 2.000 Jahren im alten China hatte. Sie steht für eine Entwicklung aus der Volksheilkunde, verbunden mit Prinzipien taoistischer Philosophie mit schamanistischen Anteilen. Aufzeichnungen chinesischer Historiker sowie Grabfunde berichten überdies von akupunkturähnlichen Behandlungen mittels Fischgräten und Steinnadeln, deren Ausgangspunkt mindestens 5.000 Jahre zurückliegt. Im Zuge der Jesuitenmission in China erreichten erste ausführliche Berichte über Akupunktur Europa im 16. Jahrhundert. Auch die Ursprünge des Qigong existieren bereits seit über 4.000 Jahren. Noch viel weiter reichen sogar die Wurzeln der chinesischen Pflanzenheilkunde. Dank ihrer gesundheitsfördernden Methoden und der damit verbunden zunehmenden Popularität steht die Traditionelle chinesische Medizin als Alternativmedizin seit vielen Jahren bei Heilpraktikern und Patienten hoch im Kurs. Dabei steht diese Methode keineswegs in Konkurrenz zur westlichen Schulmedizin. Vielmehr solle die Traditionelle chinesische Medizin die hiesigen Behandlungsmethoden ergänzen und etwa dann zum Einsatz kommen, wenn die Schulmedizin nicht zur Anwendung kommen kann oder ihre Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft hat.

Die Bedeutung von Yin und Yang

Die uns bekannte Welt weist unzählige Dualismen auf: Regen und Sonne, Nacht und Tag, Ebbe und Flut bis hin zu Phasen, in denen wir uns abwechselnd gut und schlecht fühlen. Auf solchen Gegensätzen beruht auch das Verständnis der Traditionellen chinesischen Medizin, wobei diese Polaritäten als Yin und Yang bezeichnet werden. Yin bezeichnet Dinge, welche gemessen, gesehen oder erklärt werden können - aber auch das Weibliche, den Schatten oder die Ruhe. Yang steht für das Gegenteil: Das nicht Fassbare und Unergründliche. Ferner steht es für die Eigenschaften "aktiv", "schöpferisch" und "männlich". Unter Gesundheit versteht die Traditionelle chinesische Medizin die Ausgewogenheit zwischen Yin und Yang. Denn Krankheiten werden als das Resultat des Ungleichgewichts im Zusammenspiel zwischen Yin und Yang verstanden. Zu diesem Ungleichgewicht kann es aufgrund innerer oder äußerer Einflüsse kommen, wie etwa

- Kälte
- Feuchtigkeit
- Trockenheit
- Hitze
- Wind
- Angst
- Grübeln
- Traurigkeit
- Freude
- Wut

Selbst die Organe des menschlichen Körpers werden nach Yin (nährstoff- sowie energiespeichernde Organe wie die Milz) und Yang (Hohlorgane wie der Magen) eingeteilt. Störungen des einen Organs wirken sich dabei negativ auf das andere Organ aus. Mit seinen bewährten Methoden versucht die Traditionelle chinesische Medizin die Störungen zu bereinigen und wieder eine Harmonie zwischen Yin und Yang herzustellen.

Die fünf Säulen als Grundlage therapeutischer Verfahren

Die Traditionelle chinesische Medizin umfasst verschiedene Therapieansätze, die auch als die fünf Säulen bezeichnet werden. Hierunter fallen folgende Behandlungsmethoden:

- Akupunktur

Hierbei geht es darum, die körpereigenen Heilungskräfte durch das Setzen von Nadeln an spezifischen Einstichstellen zu aktivieren und die Gesundheit zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Durch die Nadelung oder Erwärmung (Moxibustion) dieser Stellen soll der menschliche Organismus gezielt dazu angeregt werden, sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

- Qigong

Qigong steht für eine Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationsform zur Kultivierung von Körper und Geist. Beim "Arbeiten mit dem Qi" soll anhand langsamer Bewegungen eine bewusste Verbindung von Atem, Vorstellung sowie Bewegung erzeugt werden. Qi wird gemeinhin als die bewegende Energie oder Kraft verstanden. Die Übungen des Qigong sollen der Regulierung und Harmonisierung des Qi-Flusses im Körper dienen.

- Massagebehandlung

In der Traditionellen chinesische Medizin steht gerade die Massagekunst Tuina für eine ganzheitliche, selbstständige Therapiemethode. Bereits Schamanen schworen auf die Heilwirkung der Tuina, welche sich manueller Therapie, Akupressur, Chiropraktik sowie diverser Massagetechniken bedient. Aus dieser Therapieform entwickelte sich auch die japanische Körpertherapie Shiatsu, die erfolgreich manuelle Behandlungsmethoden mit energetischer Körperarbeit vereint.

- Diätetik

In China ist der Wunsch nach einem langen Leben schon immer mit einer gesunden Ernährungsweise verknüpft. Seit jeher wird eine individuell abgestimmte Ernährung als Grundlage zur Vermeidung zukünftiger und zur Überwindung bestehender Erkrankungen eingesetzt. Im Mittelpunkt steht hierbei die Erstellung eines individuellen Ernährungsprogramms und zwar in Abhängigkeit des jeweiligen Krankheitsbildes.

- Arzneimitteltherapie

Hierbei macht sich die Traditionelle chinesische Medizin die heilende Wirkung tierischer Produkte, Mineralien sowie Pflanzenbestandteile (Blätter, Stängel, Blüten, Rinden, Wurzeln) zu Nutze. Die Rezeptur setzt sich aus einer Mischung mehrerer Arzneimittel zusammen und basiert auf theoretischen Grundlagen der Traditionellen chinesischen Medizin. Jede Patientin und jeder Patient erhält so ein individuell auf seine Krankheitssituation abgestimmtes Rezept.


Foto: ©chinaview - Fotolia.com

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Gast
Gast Dienstag, 06 Dezember 2016