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Der Schulterfunktionstest - Erklärung zum Constant Score der Schulter

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Der Schulterfunktionstest - Erklärung zum Constant Score der Schulter

Sind Risse in der Rotatorenmanschette einer Schulter eingetreten, so stellen sie einen Risikofaktor für Rissbildungen auf der anderen Schulterseite dar. So stellen die schmerzenden Läsionen die Aktivitäten im Alltag ein. Ein Screening durchzuführen scheint sinnvoll zu sein. Die Beurteilung der Gesamtfunktion der Schulter ist nicht ausreichend, wenn nur die Bewegung oder die Kraft ausschlaggebend ist und der Zeitfaktor der Bewegungen nicht berücksichtigt wird. Der Schulterfunktionstest stellt ein neues Instrument zur Begutachtung der aktiven Schulterflexion her, der anders als bisherige Scores den Zeitfaktor und gleichzeitig die Bewegung berücksichtigt. Der Einsatzbereich kann im Routinealltag von Kliniken aber auch in Studien liegen. Ziel ist es, Patienten mit operiertem Rotatorenmanschettendefekt, zu überprüfen. Dabei liegt die Überprüfung und Eignung des Schulterfunktionstestes im Fokus.

Rupturen der Rotatorenmanschette

Häufig zeigen sich Risse der Rotatorenmanschette. In bekannter Literatur tauchen, unabhängig vom Alter des Betroffenen Prävalenzzahlen bis zu 40 % auf. An der Uni in Münster wurde nun die Frage untersucht, wie oft Patienten die wegen einer symptomatischen Erkrankung oder von inkompletten oder kompletten Manschettenrissen der Schulter operiert werden müssen und Risse an der anderen Schulter haben. Entsprechenden Ergebnissen zufolge sind bei zwei bis drei Patienten auch Einrisse der Rotatorenmanschette an der anderen Schulter nachzuweisen. In dem Test der Münsteraner Mediziner wurden 55 Patienten die an der Schulter operiert waren, genauso vielen Personen gegenübergestellt. Die mit Ultraschall nachgewiesene Quote von Rupturen auf der anderen Seite der Supraspinatus-Sehne betrug in der Patientengruppe 67,3 %, die Kontrollgruppe an der gleichen Schulter 11 %.

Beurteilung der Schulterfunktion mit dem Constant-Score

Der Constant-Score der zur Beurteilung der Schulterfunktion angewandt wurde, zeigt in wichtigen Parametern kaum Unterschiede zwischen den genannten Gruppen. Die gesamte Punktzahl erreichte bei den Patienten im Mittel 85,6 und bei den Kontrollen 88,6 von 100 Punkten. Der Schmerzscore fand sich bei 13,2 bzw. 14,8-15, was gleichbedeutend mit Schmerzfreiheit ist. Anders stellte sich der Constant-Score bei den alltäglichen Aktivitäten aus. Von guten 20 Punkten waren es bei den operierten Personen durchschnittlich 18,4, die Personen die nicht operiert wurden lagen bei 19,9. Der Unterschied von 1,5 Punkten erscheint statistisch deutlich. Wie sich der Unterschied in klinischer Hinsicht darstellt, wird fragwürdig bleiben.

Der Schulterfunktionstest und der KCM-Score

Patienten die wegen eines partiellen oder kompletten Risses in der Rotatorenmanschette in Behandlung waren, haben ein deutlich erhöhtes Risiko auf der anderen Seite der Schulter ebenfalls Risse zu bekommen, so die Erkenntnisse der Münsteraner Uni. Deutliche Defizite waren bei den Alltagsaktivitäten der Operierten auf der kontralateralen Schulterfunktion zu erkennen. Wenigstens für die Hochrisiko-Gruppe sei bereits bei Behandelnden ein regelmäßiges Screening sinnvoll.
Mit dem Constant-Score-Wert (KCMScore) soll der subjektive und objektive Zustand der Schulter erfasst werden. Für die leichtere Ermittlung der KCM-Score wurde ein Fragebogen umgearbeitet. Der KCM-Score enthält den subjektiven (Aktivitäten im Alltag, Schmerz und Arbeitshöhe) und auch objektiven Parameter (Kraft, Beweglichkeit) bei einem Verhältnis von 35:65. Bei einer schmerzfreien Schulter werden maximal 100 Punkte erzielt.


Zusammenfassend kann man sagen, dass der Schulterfunktionstest einen praktikablen, zuverlässigen Test für die Schulterfunktion darstellt. Um eine umfassende Einschätzung der Schulterfunktion zu bekommen, wird empfohlen neben den eingesetzten routinemäßigen Scores, den Schulterfunktionstest zu erheben.

Foto:© maya2008 - Fotolia.com

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Gast Dienstag, 06 Dezember 2016