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Die muskuläre Dysbalance der Schulter

Eine muskuläre Dysbalance bedeutet bei der Schulter; kräftige Muskeln auf der Schulteroberseite (Deltamuskel), sowie auf der Schultervorderseite (Brustmuskulatur), wirken deutlich schwächeren Muskeln auf der Schulterrückseite (die sogenannten Außenrotatoren) massiv entgegen. Ähnlich wie beim Tauziehen, gewinnt auch hier der Stärkere.

Im Detail: Der Deltamuskel ist meist über den ganzen Tag fast ständig aktiv, z.B. wenn die Arme nur irgendwie angehoben- oder ausgestreckt werden. Er bleibt dadurch immer recht kräftig. In der Gegenrichtung nach unten gibt es nur die Muskeln "Infraspinatus" und "Teres Minor", die zur Rotatorenmanschette gehören. Theoretisch sollten diese beiden Muskeln immer mit so viel Zug auf den Oberarmknochen einwirken, dass dieser in seiner Gelenkschale stabilisiert wird und nicht vom kräftigen Deltamuskel nach oben, gegen das Schulterdach gezogen werden kann. In der Regel ist es jedoch so, dass diese beiden Muskeln im Laufe des Lebens dazu viel zu schwach werden und dann ihre Aufgabe oft nicht mehr erfüllen können.

Warum? Die Anatomie des Menschen lässt überwiegend nur Bewegungen der Arme zu, die nach seitlich, nach vorn, oder nach oben ausgerichtet sind. Folglich werden auch nur Muskeln die sich in den entsprechenden Körperregionen befinden, aktiv gefordert und entsprechend kräftig gehalten. Bei diesen Muskeln handelt es sich im Wesentlichen um den Deltamuskel und die Brustmuskulatur.

Die beiden Muskeln Infraspinatus und Teres Minor hingegen, befinden sich auf unserer Schulterrückseite. Dort findet kaum nennenswerte Aktivität statt, für die diese beiden Muskeln aktiv werden müssten.

Und als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass diese beiden eh schon vernachlässigten Muskeln kaum Kräftigung erfahren, so werden sie noch zusätzlich geschwächt. Denn immer wenn wir mit den Armen aktiv sind und Tätigkeiten nach seitlich, vorn oder oben ausführen, werden die Muskeln Infraspinatus und Teres Minor zwangsläufig mitgezogen und gedehnt. Es geschieht also etwas, was das ganze Dilemma "muskuläre Dysbalance" noch zuspitzt. Dass also die Rotatorenmanschette früher oder später nicht mehr dazu in der Lage ist, den Oberarmkopf in Gelenkmitte der Gelenkschale zu halten ist vorprogrammiert.

Erklärbar wird dadurch im Übrigen auch, warum besonders Sportler wie Handballer, Volleyballer, Tennisspieler, Schwimmer und alle weiteren Überkopfsportler teils schon in jungen Jahren mit muskulären Dysbalancen und dem Impingementsyndrom zu kämpfen haben. Denn bei allen diesen Sportlern stehen Aktivitäten mit den Armen nach vorn und oben im Vordergrund. Also: Noch kräftigerer Deltamuskel und Brustmuskulatur wie beim "normalen Menschen" und noch gedehnter und schwächer sind die Muskeln der Rotatorenmanschette.

Der AktiFlex® SchulterTrainer sollte bei jedem dieser Sportler fester Bestandteil der Ausrüstung sein. Schulterprobleme schon in jungen Jahren, sowie viele Verletzungen und Ausfälle könnte man so schon im Vorfeld vermeiden.



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